Vorwahlen - Rufnummerngruppen und Kosten TeleFAQ.de  11.01.2010

1. Überblick - Gassen und mögliche Preise
• Kosten - Tabelle mit Vorwahlen, Zielen, Diensten
2. Tarifbereiche - Entfernungen und Netze
• Inland - Ort, Nah, City, Fern, Deutschland, NTR (032 für VoIP)
• Mobilfunk - D1, D2, E-Plus, o2, Funkruf (Pager), Bündelfunk
• Ausland - Kontinental (Europa), Interkontinental, Satellitenfunk
3. Sondernummern - Dienste und Definitionen
• National - 012, 013, 018, 019, 0700, 0800, 0900, 116, 118
• International - 00, Premium Rate, Shared Cost, Freephone, ETNS
4. Auswahl - Nutzung anderer Netzbetreiber (Carrier Selection)
• Alternativen - Betreiber, Netze, Voreinstellung, Test
• Verbindung - Herstellung und Abrechnung, Sondernummern
• Call-by-Call - 010-Anbieter ohne Anmeldung, Firmengruppen

Die Angaben dieser Seite gelten vorrangig für Telekom, bei anderen Anschlüssen sind Abweichungen möglich.

1

Überblick - Gassen und mögliche Preise

Telekom

Die Preise der Tabelle beziehen sich auf Verbindungen aus dem Festnetz der Telekom und gelten bei allen aktuellen und alten Anschluss-Varianten, Spezialtarifen und Paketen für Privatkunden (T-Home).

Bei anderen Telekom-Angeboten (wie BusinessCall, Call Profi, T-Systems), sowie von Anschlüssen anderer Anbieter (Teilnehmer-Netzbetreiber, TNB) und im Mobilfunk werden teils abweichende Preise und Takte berechnet.

Für 0180 und 0137 wurden die angegebenen Preise in den einzelnen Gassen von der Bundesnetzagentur für Anrufe aus allen Festnetzen einheitlich für alle Anbieter festgelegt, vom Handy aus sind weiterhin andere Kosten möglich.

Maximal mögliche Preise ab 48,0 Cent sind fett hervorgehoben, ab 98,0 Cent zusätzlich rot. Info: Bei einem 30s-Takt und einem Minuten-Preis von 12,0 Cent werden alle 30 Sekunden 6,0 Cent berechnet. Als Zusatzinfo gibt die Anzahl der Ziffern die übliche Gesamtlänge der jeweiligen Rufnummern (inkl. 0...) an, eine eigene Verlängerung durch den Nummerninhaber mit internen Nachwahlziffern ist möglich. Die unterstrichenen Tarifbereiche verweisen zur Definition der Vorwahlen, Ziele, Dienste und zu weiteren Erläuterungen.

Vorwahlen und mögliche Kosten für Verbindungen aus dem Festnetz der Telekom (T-Home) / TeleFAQ.de © 11.01.2010 Druck-Info
  Inland        Ziel oder Dienst  Cent max. (Takt) Hinweise Ziffern
C 1 - 9 Eigener Ort beliebig Teilnehmerrufnummern im Ortsnetz / Ausnahme: 11 5-10
C 02 - 09 Ort und Fern beliebig Ortsnetzkennzahlen / Ausnahmen: 0700, 0800, 0900 und 031, 032 (3-6...)
C 031 1/0 VNB-Test kostenlos Pre-Selection-Test: 0311 für Ort, 0310 für Fern (In-/Ausland/Mobil/NTR) 4
C 032 NTR (VoIP) beliebig Nationale Teilnehmer-Rufnummern, bei Telekom Fern-Tarif 12
  Mobilfunk im Inland
C 017 + 015
016 0/2/3
Mobilfunknetze beliebig über Telekom max. 26,4 C je Min.(zu E+/o2), bei CbC auch teurer
GSM/UMTS, Netz-Abfrage (D1/D2/E+/o2) über 0180 5 00 11 33
11-12
C 016 4/8/9 Funkruf (Pager) 122,5 je Verbind. bei 016 99 (Scall) und 016 953 (Skyper) / sonst max. 74,4 C je Min.  
C 016 [7] Bündelfunk 23,4 je Min.(60s) bei 016 72 (Dolphin Telecom) [Gasse derzeit nicht nutzbar] 11
  Ausland und Satellitenfunk
C 00 3/4 Kontinental beliebig Europa (4-9...)
C 00 1/2/5-9 Interkontinental beliebig Verbindung evtl. erst durch bestimmte CbC-Vorwahlen überteuert (4-9...)
C 00 87
00 881/882
Satellitenfunk,
Int. Netzwerke
1257 je Min.(0,3)
471 je Min.(0,8s)
Inmarsat
Iridium / EMSAT, Thuraya
 
  Sondernummern national
B 010 Call-by-Call (CbC) beliebig Überteuerung einzelner Rufnummern auch im Inland möglich 5-6...
B 012 Innovative Dienste beliebig ehemals Angebote mit bis zu 2000 Cent je Verbindung bekannt 12-14
A 0137 2/3/4 Massenverkehrs-
dienste (MABEZ)
14,0 je Min.(60s) Preise gelten jeweils einheitlich aus den Festnetzen aller Anbieter,
aus Mobilfunknetzen beliebig und üblicherweise deutlich teurer
(Preis für die auslaufende Gasse 0138... wie bei 0137 2/3/4...)
013-Anrufversuche werden auch als Verbindung berechnet, wenn
dort nur eine Ansage aufgeschaltet wird (aber nicht bei besetzt)
11
 
(0138:
8- )
1/5 14,0 je Anruf
6 25,0 je Anruf
8/9 50,0 je Anruf
7 100,0 je Anruf
B 018 1-9 Nutzergruppen beliebig Virtuelle Private Netze, Angebote mit bis zu 99,0 Cent je Min. bekannt 9-15
A 0180 1 Shared Cost
 
(künftig:
Service-Dienste)
3,9 je Min.(60s) Preise gelten jeweils einheitlich aus den Festnetzen aller Anbieter,
ab 01.03.2010 gilt:
aus Mobilfunknetzen max. 42 Cent je Min. bei allen Teilbereichen
11
 
(alte
auch:
9-10)
2 6,0 je Verbind.
3 9,0 je Min.(60s)
4 20,0 je Verbind.
5 14,0 je Min.(60s)
B 019 1/2/3/4 Online-Dienste beliebig Internet-Einwahl, Datendienste, SMS/MMS im Festnetz 6-
A 0700 Persönliche Rufnr. 12,6 je Min.(30s) gilt Mo-Fr 09-18 Uhr, übrige Zeit und Feiertage 6,3 je Min.(60s) 12
A 0800 Freephone kostenlos   11
B 0900 1/3/5 Premium-Dienste 300 je Min. oder
3000 je Verbind.
zunächst kostenlose Preisansage, Trennung nach 60 Min.
0900 1=Information / 3=Unterhaltung / 5=Sonstiges (Erotik)
11
9 Dialer-Einwahl 12
A 110
112
 
 
Notruf Polizei
Notruf Feuerwehr
kostenlos Rufnummer des Anrufers wird bei Notrufen immer übermittelt 3
A 115   Behördenruf 7,0 je Min. (1s) Bürgertelefon zur regional zuständigen Verwaltung (im Aufbau) 3
A 116 Soziale Dienste kostenlos Kartensperre 116116, Jugendtelefon 116111, Seelsorge 116123 6
B 118 Auskunftsdienste beliebig Vermittlungsdienste, Weiterverbinden zu gesperrten Zielen möglich 5-6
  Sondernummern international (Auswahl)
A 00979 Premium Rate ?? (Preise unklar) 14
A 0088210 GeoVerse 12,4 je Min.(30s) bei Telekom, von Anschlüssen anderer Anbieter evtl. teurer 7(...)
A 00808 Shared Cost 15,0 je Min.(60s) bei Telekom, von Anschlüssen anderer Anbieter evtl. abweichend 13
A 00800 Freephone kostenlos bei Telekom, von Anschlüssen einzelner Anbieter nicht kostenlos 13
a 003883 ETNS beliebig European Telephony Numbering Space (pan-europäische Dienste) 10-16
C 002698 00 Global 269 beliebig über Telekom kostenlos, bei CbC-Vorwahl evtl. überteuert 16
A = Online-Billing - Verb. wird immer vom Netzbetreiber des Anrufers (A) hergestellt, Call-by-Call/Pre-Selection wird ignoriert
B = Offline-Billing - Verb. wird immer vom Netzbetreiber des Gerufenen (B) hergestellt, Call-by-Call/Pre-Selection wird ignoriert
C = Call-by-Call - Von Telekom-Anschlüssen Auswahl des Anbieters (VNB) mit 010... möglich, Pre-Selection wird berücksichtigt

Sicherheit ← Erläuterungen zu Lockrufen und Call-by-Call mit Warnungen vor Risiken
Anschlüsse ← Die einzelnen Telekom-Verbindungspreise für Inland Ort/Fern/Mobil

2

Tarifbereiche - Entfernungen und Netze

2 a

Inland

Definition Ort Nah City Fern Deutschland NTR (032)

Von Telekom-Anschlüssen aus können die Verbindungen mittels Call-by-Call (010...) beziehungsweise Pre-Selection (Voreinstellung) über alternative Anbieter (Verbindungs-Netzbetreiber, VNB) hergestellt werden. Die internationale Vorwahl 0049 für Deutschland ist bei Festnetz-Anschlüssen der Telekom für Inlandsverbindungen nicht möglich, auch nicht bei zusätzlicher Vor-Vorwahl von 010...

Definition

Verbindungen vom Festnetz aus werden je nach Entfernung unterschieden, diese Tarifentfernung wird von der (zentralen) Orts-Vermittlungsstelle (DIVO, Netzknoten, Hauptverteiler) aus gemessen. Neben der Telekom bieten auch einige andere Anschluss-Anbieter (Teilnehmer-Netzbetreiber, TNB) ihren Kunden eine vergünstigte Nah-Zone (City-Bereich).

Tarifbereiche
im Inland
Ort Nah Fern NTR
ohne Vorwahl 20 km um Ort ab > 20 km 032... VoIP
üblich Ort Fern (Fern)
Telekom City Deutschland

Deutschland ist in rund 5200 Ortsnetzbereiche (ONB) eingeteilt, jedem Ortsnetz ist eine 3- bis 6-stellige geographische Ortsnetzkennzahl mit den Vorwahlen 02... bis 09... zugeordnet. Nicht zu diesen Ortsnetzbereichen gehören die Sondernummern beginnend mit 01, 0700, 0800, 0900 und 032. Für die 032-Vorwahl der NTR (Nationale Teilnehmer-Rufnummern) können vom Fern-Bereich abweichende Preise gelten. Im deutschen Nummernraum wird die Anwahl von Zielen außerhalb des eigenen Ortsnetzbereiches (auch in die Nahzone) mit der nationalen Verkehrsausscheidungsziffer 0 (VAZ, Prefix, Inlandspräfix) eingeleitet.

Vorwahlbereiche der Ortsnetze in Deutschland

Vorwahlbereiche der Ortsnetze in Deutschland © TeleFAQ.de 02 - Nordrhein-Westfalen (West), Rheinland-Pfalz (Nord), Hessen (Dillenburger Raum)
03 - Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
04 - Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen (Küste)
05 - Niedersachsen (Mitte, Süd), Nordrhein-Westfalen (Ost), Hessen (Nord)
06 - Saarland, Rheinland-Pfalz (Mitte), Hessen (Mitte, Süd), Nordbaden, Bayern (Raum Aschaffenburg)
07 - Baden-Württemberg, Südpfalz
08 - Südliches Bayern
09 - Nördliches Bayern, Baden-Württemberg (Raum Wertheim)

Vorwahlenfinder Telefonbuch der Telekom für Vorwahlen deutscher Städte und Regionen mit Suche über Ort, Postleitzahl oder Vorwahl.

Bei "normalen" Festnetz-Anschlüssen spricht man von geographischen Rufnummern mit Ortsnetz-Bezug (Ortsnetzrufnummern), deren Vorwahl einen Rückschluss auf die geographische Lage des Anschlusses erlaubt. Im Gegensatz dazu stehen die nomadischen Dienste mit virtuellen Rufmummern und nicht ortsgebundenen Zielen im Mobilfunk, zur 032 für VoIP, und bei den Sondernummern mit ihrer erst folgenden Weiterleitung zum eigentlichen Anschluss.

Rufnummernlänge im Ortsnetz

Ab dem 01.07.2011 werden neu zu vergebene Ortsnetzrufnummern (Einzelrufnummern) den Verbrauchern ausschließlich
12-stellig (mit Vorwahl inklusive führender 0) zugeteilt, die Teilnehmernummern selbst haben also 6 bis 8 Stellen:

Lediglich in den vier Ortsnetzbereichen mit dreistelliger Ortsnetzkennzahl sind neu benötigte Rufnummern weiterhin insgesamt
11-stellig, die Teilnehmerrufnummern haben hier dann also einheitlich 8 Stellen:

Generell nicht betroffen sind in allen Ortsnetzen die bereits vorhandenen Rufnummern von Bestandskunden, kürzere Nummern bleiben weiterhin unverändert bestehen. Für die ortsungebundenen Nationalen Teilnehmer-Rufnummern (NTR) wurden von Beginn an 12 Stellen vorgegeben, also etwa (032) 123456789.

Ort

Die Teilnehmerrufnummern im Ortsnetz beginnen mit den Ziffern 1... bis 9..., die Anfangsziffer 1 hat hierbei keinen Sonderstatus. Auch die Hilfsdienste und Beratungsstellen unter den fünfstelligen Rufnummern 19xxx sind zum normalen Ortstarif erreichbar, mit Flatrate kostenlos.

Eine Ausnahme stellen die Sondernummern unter 11... dar, diese werden abweichend tarifiert.

Anschlüsse im selben Ort, die ohne Vorwahl einer Ortsnetzkennzahl (ONKz) erreichbar sind, gehören zum eigenen Ortsnetzbereich. Ausnahme: Ludwigshafen am Rhein und Mannheim sind trotz gemeinsamer Vorwahl 0621 zwei getrennte Ortsnetze, die Unterscheidung erfolgt anhand der ersten Ziffern des Anschlusses (Ludwigshafen mit 5, 6, 95, 96, 99).

Die Vorwahl kann auch innerhalb des eigenen Ortsnetzes mitgewählt werden, die Verbindung wird dennoch als Ortsgespräch berechnet.

Bei der Telekom gilt der Preis für Ortsverbindungen auch für den Nahbereich (gemeinsamer Bereich City).

Nah

Zum Nahbereich gehören im Regelfall alle an den eigenen Ort angrenzenden und zusätzlich die bis zu 20 km um den Ort herum liegenden Ortsnetzbereiche (in der Nahzone selbst ist der eigene Ort nicht enthalten).

Die meisten Anbieter (insbesondere Call-by-Call bzw. Pre-Selection) kennen keinen vergünstigten Nahbereich, es erfolgt hier bereits die Berechnung wie Fern.

Die Telekom berechnet hier wie Ort (gemeinsamer Bereich City).

City

Bei der Telekom der gemeinsame Bereich Ort und Nah (Ort + 20 km um Ort herum).

Beispielsweise sind von Telekom-Anschlüssen dieser Städte die folgenden Ortsnetze zum City-Tarif erreichbar:

City-Bereiche der Telekom für die Ortsnetzbereiche Berlin, Hamburg, München, Köln / TeleFAQ.de © 2007 Druck-Info
030 Berlin 040 Hamburg 089 München 0221 Köln
03302 Henningsdorf 04101 Pinneberg 08102 Höhenkirchen-Siegertsbrunn 02133 Dormagen
03303 Birkenwerder 04102 Ahrensburg 08104 Sauerlach 0214 Leverkusen
033056 Mühlenbeck/Oberhavel 04103 Wedel/Holstein 08105 Gilching 02171 Leverkusen-Opladen
0331 Potsdam 04104 Aumühle 08106 Vaterstetten 02173 Langenfeld
033201 Groß Glienicke 04105 Seevetal 0811 Hallbergmoos 02174 Burscheid
033203 Kleinmachnow 04106 Quickborn/Pinneberg 08121 Markt Schwaben 02175 Leichlingen
03322 Falkensee 04107 Siek/Stormarn 08123 Moosinning 02202 Bergisch Gladbach
03328 Teltow 04108 Rosengarten/Harburg 08131 Dachau 02203 Köln-Porz
03329 Stahnsdorf 04109 Tangstedt 08133 Haimhausen/Oberbayern 02204 Bensberg
03338 Bernau 04152 Geesthacht 08141 Fürstenfeldbruck 02205 Rösrath
033394 Blumberg/Barnim 04161 Buxtehude 08142 Olching 02207 Kürten-Dürscheid
033397 Wandlitz 04162 Jork 08151 Starnberg 02208 Niederkassel
03342 Neuenhagen 04168 Neu Wulmstorf-Elstorf 08153 Weßling 02227 Bornheim-Merten
033439 Fredersdorf 04171 Winsen/Luhe 08165 Neufahrn/Freising 02232 Brühl
03362 Erkner 04174 Stelle/Harburg 08170 Straßlach-Dingharting 02233 Hürth
033638 Rüdersdorf 04176 Marschacht 08178 Icking 02234 Frechen
033701 Großbeeren 04177 Drage/Elbe     02236 Wesseling
033762 Zeuthen 04179 Winsen-Tönnhausen     02237 Kerpen
03379 Mahlow 04193 Henstedt-Ulzburg     02238 Pulheim
    04532 Bargteheide     02246 Lohmar
    04535 Nahe     02273 Kerpen-Horrem

Telekom CityPersönlichen Citybereich bei der Telekom abfragen
oder Telekom City

Fern

Bei den meisten Anbietern (insbesondere Call-by-Call bzw. Pre-Selection) werden alle Verbindungen zu Anschlüssen im Inland ohne den eigenen Ort üblicherweise zum Ferntarif abgerechnet. Dies gilt immer wenn eine Vorwahl erforderlich ist, also auch im Nahbereich.

Bei der Telekom gilt hier die Berechnung für den Tarifbereich Deutschland, wenn das Ziel nicht im Nahbereich liegt (dann gilt City-Tarif).

Deutschland

Bei der Telekom der Bereich Fern ohne Nah (Fern ab > 20 km vom Ort entfernt), also alle Verbindungen, die nicht zum Tarifbereich City gehören.

DokumenteFestlegungen und Abweichungen zu den Telekom-Tarifbereichen in den Inlands-Preislisten

NTR - Nationale Teilnehmer-Rufnummern (032) für Voice over IP

Die Vorwahl 032 wurde für die Internet-Telefonie VoIP (Voice over Internet Protocol) eingerichtet. Diese virtuellen Rufnummern haben keinen geographischen Ortsnetz-Bezug und werden erst vom Anbieter zum Rufnummern-Inhaber weitergeleitet (vergleichbar mit den Persönlichen Rufnummern unter 0700). Zunächst wurden nur die Gassen 032 21... und 032 22... vergeben.

Im Herbst 2008 wurden die bisher unter 012 12... von WEB.DE und GMX angebotenen Unified Messaging Services (UMS) für den Empfang von Sprach- und Fax-Nachrichten zu den NTR verlagert. Hierfür wurde die Gasse 032 12... vergeben und der Firma 1&1 zugeteilt, dieser Rufnummernblock ist im Netz der Ventelo geschaltet.

Verbindungen zu diesen nicht örtlich gebundenen Rufnummern können (von Telekom-Anschlüssen aus) mittels Call-by-Call bzw. Pre-Selection über andere Anbieter (VNB) hergestellt werden. 032... gilt hierbei als Fern-Bereich, nur direkte Verbindungen zwischen zwei NTR werden als Orts-Verbindung gewertet. Die Preise werden von den Netzbetreibern jeweils individuell festgelegt, diese Tarife können auch teurer als Fern-Verbindungen zu den sonstigen Inlandszielen sein. Die NTR sind nur von Anschlüssen (auch vom Handy, Ausland) aus erreichbar, deren Betreiber die Zusammenschaltung mit den NTR-Anbietern vereinbart hat.

Von Telekom-Anschlüssen aus ist die 032 seit dem 01.08.2005 erreichbar. Entsprechend der Anschluss-Variante werden die jeweils geltenden Tarife für Fern (Deutschland) berechnet. Es sind keine Vergünstigungen bei alten Spezialtarifen (Call Time, XXL, enjoy) nutzbar, die Verbindungen werden dann wie Online- bzw. Datenverbindungen berechnet. Der ehemalige Fremdnetz-Zuschlag (0,21 Cent je Minute) für Verbindungen zu bestimmten anderen Netzbetreibern wurde bei 032 generell nicht erhoben. Seit dem 07.04.2008 sind bei neuen Anschluss-Varianten (Version 4) mit Telefon-Flatrate im Inland auch die 032-Verbindungen kostenlos enthalten.

Testrufnummer

Die Erreichbarkeit der NTR von Anschlüssen anderer Netzbetreiber und vom Handy, bzw. die Nutzungsmöglichkeit bestimmter Call-by-Call-Anbieter von Telekom-Anschlüssen aus, kann mit einer VoIP-Beispielnummer geprüft werden.

Die (kostenpflichtige) Verbindung wird dort sofort ohne vorheriges Klingeln angenommen und führt zu einer Hinweisansage des jeweiligen Anbieters.

AnschlüsseFern-Preise der Telekom für die verschiedenen Anschluss-Varianten

2 b

Mobilfunk im Inland

Mobilfunknetze (GSM, UMTS) Funkrufdienste (Pager) Bündelfunknetze

Von Telekom-Anschlüssen aus können die Verbindungen mittels Call-by-Call (010...) bzw. Pre-Selection (Voreinstellung) über andere Anbieter (Verbindungs-Netzbetreiber, VNB) hergestellt werden.

Mobilfunknetze (GSM, UMTS)

Den einzelnen Netzbetreibern wurden von der Regulierungsbehörde (Bundesnetzagentur) bestimmte Rufnummernblöcke (RNB) zugeteilt, aus denen der jeweilige Anbieter die Rufnummern an seine Neukunden vergibt. Durch Rufnummern-Mitnahme Dies & Das (Portierung) beim Wechsel zu einem anderen Anbieter können die ursprünglich zugewiesenen Vorwahlbereiche nicht mehr generell einem Mobilnetzbetreiber zugeordnet werden.

Durch diese Netzbetreiberportabilität ist zur Feststellung des aktuellen Betreibers eine individuelle Netz-Abfrage erforderlich, die jeweils von den Anbietern für alle Rufnummern zur Verfügung gestellt wird (beispielsweise per SMS-Abfrage). Die folgende Aufstellung enthält die bereits vergebenen Vorwahlen und in Klammern auch die noch nicht genutzten Reservierungen.

Als Zugabe ist die Anzahl der Kunden in Millionen je Netz und der jeweilige Marktanteil in % angegeben. Die Zahlen sind den veröffentlichten Geschäftsberichten der Unternehmen entnommen, die Kunden der virtuellen Netzbetreiber sind in den Zahlen von E-Plus enthalten. Die Vergleichbarkeit der Daten ist aufgrund abweichender Berücksichtigung bestimmter Vertragsarten durch die Firmen zunehmend eingeschränkt, beispielsweise durch voraktivierte Prepaid-Karten oder Machine-to-Machine-Kunden (M2M).

Mobilfunk-Netzbetreiber und zugeteilte Rufnummernblöcke, Kunden / TeleFAQ.de © 26.02.2009 Druck-Info
Netze Vorwahlen Kundenzahlen (Summe und je Netz, Anteil) Marktanteile
ursprünglich
zugewiesen
015 016 017 2004
71,309
Mio.
2005
79,205
Mio.
2006
85,699
Mio.
2007
97,151
Mio.
2008
107,245
Mio.
2008
107,245
Mio.
Jahresende
D1
T-Mobile
(Telekom)
1 0 0
1
5
27,471
Mio.

38,52
%
29,523
Mio.

37,27
%
31,398
Mio.

36,64
%
35,952
Mio.

37,01
%
39,101
Mio.

36,46
%
39,101
Mio.

36,46
%
04 05 06 07 08 08
D2
Vodafone
(Arcor)
2 2 2
3
4
26,935
Mio.

37,77
%
29,165
Mio.

36,82
%
30,622
Mio.

35,73
%
33,920
Mio.

34,91
%
36,169
Mio.

33,73
%
36,169
Mio.

33,73
%
04 05 06 07 08 08
E+
E-Plus
(KPN)
(…5)
(…6)
7
3 7
8
9,505
Mio.

13,33
%
10,748
Mio.

13,57
%
12,654
Mio.

14,77
%
14,807
Mio.

15,24
%
17,777
Mio.

16,58
%
17,777
Mio.

16,58
%
04 05 06 07 08 08
o2
Germany
(Telefonica)
(…9)  
 
 
6
9
7,398
Mio.

10,37
%
9,769
Mio.

12,33
%
11,025
Mio.

12,86
%
12,472
Mio.

12,84
%
14,198
Mio.

13,24
%
14,198
Mio.

13,24
%
04 05 06 07 08 08
Abfrage des aktuellen Netzes nach Portierung mit Rufnummernmitnahme über 0180 5 00 11 33 (Telekom)

Bei den Verbindungspreisen in die Mobilfunknetze (auch vom Festnetz aus) wird eventuell je nach Netz unterschieden, meist nach D-Netzen (D1/D2) und E-Netzen (E+/o2). Die Unterscheidung erfolgt bei manchen (Call-by-Call-)Anbietern nur über die hier angegebenen ursprünglichen Netzvorwahlen, unabhängig von einer evtl. erfolgten Portierung.

Die virtuellen Mobilfunknetzbetreiber (Mobile Virtual Network Operator, MVNO) haben jeweils einen eigenen Rufnummernbereich:

Diese Anbieter nutzen die Infrastruktur von E-Plus, die Verbindungen werden üblicherweise wie in das Netz von E-Plus abgerechnet.

Aktuelles Netz

Die Telekom ermittelt immer das tatsächlich erreichte Netz, berücksichtigt also für die Preisfestlegung das neue Netz nach einer Rufnummernmitnahme. Eine Netzabfrage durch Eingabe der Handynummer ist über 0180 5 00 11 33 möglich.

Funkrufdienste (Pager)

Die verbliebenen Funkrufnetze werden vom Anbieter e*Message e*Message betrieben.

0164...
0-9... Cityruf (Takt 20s/30s)
0168...
0-1... S-Call (je Verbindung)
2-9... Cityruf (Takt 20s/30s)
0169...
0-1... Cityruf (Takt 20s/30s)
2-3... Skyper (je Verbindung)
51-52... Cityruf (Takt 5s)
53... Skyper (je Verbindung)
6... Scall (je Verbindung)
9... Scall (je Verbindung)

DokumenteKosten für Funkruf/Bündelfunk bei Telekom in der Preisliste "Sonstige Verbindungen"

Bündelfunknetze

Diese Mobilnetze weisen spezielle Leistungsmerkmale für bestimmte Nutzergruppen auf, z.B. Prioritätsruf, Einzelruf, Gruppenruf, Gesprächssteuerung durch eine Leitstelle (Dispatcher) und dynamische Gruppenbildung. Behörden, Sicherheitsorgane (Polizei, Wachdienste) und die Privatwirtschaft (Betriebsfunk auf dem Firmengelände, Flughäfen, Verkehrsunternehmen, Kraftwerke) betreiben ihre analogen Funkgeräte bisher jeweils nur für den Eigenbedarf in Insellösungen. Teilweise können diese eigenständigen Funknetze auch von außen erreicht werden.

0167...
2... Dolphin Telecom (Takt 60s) [nach Insolvenz ist die Gasse seit März 2006 nicht mehr nutzbar]

Derzeit werden neue Digitalnetze nach dem europaweiten Standard für erdgestützten Bündelfunk (TErrestrial Trunked RAdio, TETRA) aufgebaut. Hiermit können neben Sprache auch Daten gleichzeitig mit sehr hoher Leistung verschlüsselt übertragen werden. Es können mehrere Firmen in ein Netz eingebunden werden, Verbindungen sind auch in andere Mobilfunk- und Festnetze möglich.

DokumenteKosten für Funkruf/Bündelfunk bei Telekom in der Preisliste "Sonstige Verbindungen"

2 c

Ausland und Satellitenfunk

Kontinental Interkontinental Satellitenfunk

Von Telekom-Anschlüssen aus können die Verbindungen mittels Call-by-Call (010...) bzw. Pre-Selection (Voreinstellung) über andere Anbieter (Verbindungs-Netzbetreiber, VNB) hergestellt werden.

Die Anwahl von Zielen außerhalb Deutschlands wird mit den internationalen Verkehrsausscheidungsziffern 00 (VAZ, Prefix, Auslandspräfix) und der Landeskennzahl (LKz) eingeleitet. Die Vorwahl 0049 für Deutschland ist bei Festnetz-Anschlüssen der Telekom nicht möglich, auch nicht bei zusätzlicher Vor-Vorwahl von 010...

Vorwahlenfinder Telefonbuch der Telekom für Vorwahlen in internationale Städte und Regionen mit Suche über Land, Ort oder Vorwahl.

Die Unterscheidung zwischen Kontinental und Interkontinental ist für bestimmte abgehende Sperren (Anschluss-Sperre) und für die Berechnung relevant. Für Verbindungen in ausländische Mobilfunknetze und zu bestimmten Sondernummern wird üblicherweise ein Zuschlag erhoben.

DokumenteAuslandsvorwahlen mit Zuschlag bei der Telekom

Kontinental

Die Europa zugeordneten Länder haben die folgenden Vorwahlen.

Ausnahmen sind

Interkontinental

Die außereuropäischen Länder (etwa Übersee) haben folgende Vorwahlen und gelten überwiegend für bestimmte Gebiete.

Ausnahmen sind

Satellitenfunk

Die Satellitenfunkdienste sind folgenden internationalen Vorwahlen zugeordnet, die 00882... wird auch für "Internationale Netzwerke" mit speziellen Diensten genutzt.

0087...
0... Inmarsat
1... Inmarsat
2... Inmarsat
3... Inmarsat
4... Inmarsat
8... Universal Personal Telecommunication Service (UPT)
00881... Global Mobile Satellite System (GMSS)
2... Ellipso Sat (reserviert)
3... Ellipso Sat (reserviert)
6... Iridium
7... Iridium
8... Globalstar (reserviert)
9... Globalstar (reserviert)
00882... International Networks
10... GeoVerse (siehe 0088210)
13... EMSAT
16... Thuraya
280... VoIP Bridging Service, Deutsche Telekom NGN (bei Telekom 4,9 Cent je Minute)
00883... International Networks (iNum)

DokumentePreislisten der Telekom für Ausland bzw. für Satellitenfunk
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Sondernummern - Dienste und Definitionen

3 a

Sondernummern national

Definition 0800 0700 0900 [0190] 019 018 [01888] 0180 0137 012 010 118 116 115 032

Definition

Sonderrufnummern mit gesonderter Tarifierung beginnen in Deutschland mit folgenden Anfangsziffern:

Verbindungen zu diesen Rufnummern sind nicht in einer Flatrate enthalten.

Auch einige spezielle Dienste mit internationaler Zugangskennzahl 00... werden als Servicenummern abweichend berechnet. Die Vorwahlen 015, 016, 017 sind dem Tarifbereich Mobilfunk Inland zugeordnet.

Preisangabe

Neben der für einige Vorwahlen vorgeschriebenen Preisansagepflicht beim Anruf gibt es noch die Preisangabepflicht in der Werbung und bei (schriftlichen) Angeboten. Ausdrücklich anzugeben ist der Festnetz-Preis bei den Sondernummern 0900, 0180, 0137, 012 und 118, jeweils mit dem Hinweis auf gegebenenfalls abweichende Preise aus dem Mobilfunknetz (ohne diese Kosten konkret darzustellen). Bei 0180-Nummern (Service-Dienste) muss ab dem 01.03.2010 auch der mögliche Mobilfunkhöchstpreis konkret angegeben werden.

Bei den Sondernummern handelt es sich um virtuelle Rufnummern ohne Ortsnetz-Bezug, im Gegensatz zu den geographischen Rufnummern von "normalen" Festnetz-Anschlüssen. Das eigentliche Ziel wird erst durch eine folgende Weiterleitung erreicht, die vom Betreiber auch ursprungs- und zeitabhängig definiert werden kann.

Diese sogenannten Mehrwertdienste (MWD) sind üblicherweise von Telekom-Anschlüssen aus generell erreichbar, von Anschlüssen anderer Anbieter (Teilnehmer-Netzbetreiber, TNB) und vom Handy oder vom Ausland aus sind sie teilweise nicht anwählbar. Die ohnehin sehr individuellen Preise können von den Anschluss-Betreibern unterschiedlich festgelegt werden. Für diese Ziele ist keine Auswahl (Carrier Selection) eines alternativen Verbindungs-Netzbetreibers (VNB) möglich, somit kann kein Call-by-Call genutzt werden, eine Voreinstellung (Pre-Selection) wird ignoriert. Die Telekom betreibt Ihre Angebote unter der Bezeichnung Mehrwertlösungen (MWL), im entsprechenden Bereich sind auch die Sondertarife T-MWL zu diesen Servicenummern aufgeführt.

Freecall

Prinzipiell können auch über kostenlose Verbindungen (wie bei 0800 und 00800) durch Nutzung entsprechender Angebote kostenpflichtige Folgeverträge abgeschlossen werden (etwa Weckdienste, Calling Cards, Bestellannahme). Diese werden aber vom jeweiligen Anbieter separat abgerechnet und haben üblicherweise nichts in der Telefonrechnung zu suchen.

0800... Freephone Dienst (FPD)

Verbindungen über "Entgeltfreie Telefondienste" werden immer vom eigenen Anschlussbetreiber (Anbieter des Anrufers) hergestellt und dürfen von diesem nicht berechnet werden, sie werden üblicherweise auch nicht im Einzelverbindungsnachweis aufgeführt. Davon unabhängig sind gegebenenfalls zusätzlich anfallende Nutzungspreise für Geräte oder Dienste (beispielsweise öffentliche Telefone, Gaststätten, Hotels, Calling Cards).

Selbstverständlich können auch über kostenlose Verbindungen durch Nutzung entsprechender Angebote kostenpflichtige Folgeverträge abgeschlossen werden (wie etwa Weckdienste, Calling Cards, Bestellannahme).

Es gibt eine unverbindliche Empfehlung (an die sich offenbar niemand hält), Freephone-Erotik-Angebote ausschließlich über die Gasse 0800 165... zu betreiben, damit diese für den Jugendschutz gesperrt werden kann (beispielsweise mit Rufnummern-Sperre).

0700... Persönliche Rufnummern (PR)

Verbindungen werden immer vom eigenen Anschlussbetreiber (Anbieter des Anrufers) hergestellt und nach seinem festgelegten Preis für alle Ziele mit dieser Vorwahl einheitlich im Online-Billing berechnet. Die Kosten für die Weiterleitung zum eigentlichen Ziel werden dem Angerufenen berechnet, so wie bei einer Anrufweiterschaltung üblich.

Die Preise für Verbindungen von Festnetz-Anschlüssen der Telekom (T-Home) finden sich in der Tabelle.

TelekomService 0700 der Telekom mit Infos zur 0700-Box und zum 0700-Manager für Online-Änderungen des Anrufmanagements

0900... Premium Rate Service (PRS, Typ B), Dialer-Dienste

Verbindungen zu einem Premium Rate Dienst (PRD) werden automatisch vom Netzbetreiber des angewählten Dienstes (Inhaber der Rufnummer) hergestellt und nach dessen frei und flexibel tarifierbaren Preisen für jedes Ziel dieser Vorwahl individuell im Offline-Billing berechnet. Bei Sprachdiensten muss nach der Anwahl zunächst eine kostenlose Preisansage erfolgen, die Berechnung darf dann erst nach einer 3-Sekunden-Pause und einem Signalton beginnen (eine Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW Ende 2006 ergab hierbei etliche Verstöße).

Der Preis für zeitabhängig abgerechnete Premiumdienste darf maximal 3 Euro je Minute betragen (vor dem 01.09.2007 nur 2 Euro). Der Abrechnungstakt darf nicht schlechter als 60 Sekunden sein, es dürfen hier also nicht mehrere Minuten vorausberechnet werden. Diese Verbindungen müssen vom Anbieter nach höchstens 60 Minuten getrennt werden, es können also Kosten von jeweils bis zu 180 Euro entstehen.

Zeitunabhängige Premium-Dienste mit Blocktarif sind auf maximal 30 Euro je Verbindung begrenzt (die Telekom will hier ab 30.03.2008 die Inkassomöglichkeit auf 10 Euro beschränken), die Dauer dieser Verbindungen ist dabei nicht limitiert. Auch eine Kombination von zeitabhängigen und zeitunabhängigen Tarifen ist möglich.

Höhere Minutenpreise oder Verbindungskosten dürfen nur nach einer gesonderten Legitimierung des Kunden gegenüber dem Diensteanbieter erhoben werden (Eingabe einer zuvor bei diesem Anbieter schriftlich beantragten PIN), auch eine längere Verbindungsdauer ist dann möglich.

Der Preis für ein bestimmtes Ziel muss aus allen Festnetzen gleich sein, er kann aber während der Verbindung variabel sein, eine Änderung muss zuvor erneut angesagt werden. Hier könnte der Anruf zunächst kostenlos sein (beispielsweise Sprachcomputer), um dann je nach Anliegen einen unterschiedlichen Preis zu verlangen (etwa bei Durchstellung zur Hotline). Bei Faxdiensten muss die Preisangabe am Beginn der ersten Seite ersichtlich sein, bei Dialer-Einwahl 0900 9 erfolgt die Info vor der Verbindung über entsprechende Zustimmungsfenster.

Inhaltekennung durch die fünfte Stelle

Die Zuordnung in verschiedene Gassen (1/3/5) erfolgt im Rahmen einer freiwilligen Selbstkontrolle (unverbindliche Empfehlung laut Verhaltenskodex der FST Dokumente und der Bundesnetzagentur).

0900 1... Information
Unterhaltung darf nicht im Vordergrund stehen, keine erotischen Inhalte
0900 3... Unterhaltung
Keine erotischen Inhalte
0900 5... Übrige Dienste
Sonstige Inhalte inklusive Erotik ("Dienste für Erwachsene")
0900 9... Dialer-Dienste (beispielsweise für Internet-Einwahl)
Registrierungspflichtige Anwähl-Programme (dürfen nur diese Gasse nutzen)

Es handelt sich hierbei nicht um eine Tarifkennung, die Ziffer hat keine Auswirkung auf den Verbindungspreis. Die Aufteilung ermöglicht anhand der ersten fünf Ziffern die gezielte Sperrung bestimmter Inhalte (etwa 09005).

Die Telekom bietet unter 0800 330 0900 den automatischen "Infoservice Anbieter im Service 0900" für Dienste, die in ihrem Netz realisiert sind. Bei zeitabhängigen Tarifen beträgt hier der Abrechnungstakt 6 Sekunden, es wird also jeweils ein Zehntel des Minutenpreises berechnet. Für die über die Telekom geschalteten Dienste gilt der "Verhaltenskodex der FST" (Freiwillige Selbstkontrolle Telefonmehrwertdienste) und der "Kriterien- und Verhaltenskatalog Telefonmehrwertdienste" der Netzbetreiber.

Dialer

Mit Einführung der eigenen Gasse 0900 9... für Internet-Anwählprogramme dürfen Dialer seit dem 14.12.2003 nur noch diese Vorwahl nach Registrierung bei der Bundesnetzagentur (Regulierungsbehörde) nutzen. Da bei Verstößen für den Anrufer keine Zahlungspflicht mehr besteht, sind seitdem die Betrügereien über die anderen missbrauchten Rufnummerngruppen deutlich zurückgegangen.

Prinzipiell können Abzocker diese Vorwahlen nach wie vor für böswillige Dialer benutzen.

0190... Premium Rate Service (PRS, Typ A und B)

Die Vorwahl 0190 ist seit dem 01.07.2006 nicht mehr verfügbar, Premium Rate wurde vollständig in die Gasse 0900 verlegt. Unter den alten 10-stelligen 0190-Nummern durften vom 01.01.2006 bis zum 30.06.2006 nur noch kostenlose Ansagen mit Hinweis auf die neue Nummer erfolgen.

010-Vorwahl und Pre-Selection wurden ignoriert. Nach der Anwahl musste zunächst eine kostenlose Preisansage erfolgen (außer bei Faxdiensten), die Berechnung begann dann erst nach einer 3-Sekunden-Pause und einem Signalton. Die Verbindungen mussten vom Anbieter nach höchstens 60 Minuten getrennt werden.

Typ A: Die der 0190 folgende Ziffer 1-9 (Tarifkennung) entschied über den Verbindungspreis. Verbindungen wurden immer vom eigenen Anschlussbetreiber (Anbieter des Anrufers) hergestellt und nach seinem festgelegten Preis für alle Ziele mit dieser Vorwahl/Tarifkennung einheitlich im Online-Billing berechnet. Es galten von Telekom-Anschlüssen aus für 0190 4/6 = 0,41 Euro je Minute (Takt 9s), 1/2/3/5 = 0,62 (6s), 7/9 = 1,24 (3s), 8 = 1,86 (2s).

Typ B: Verbindungen über 0190 0 wurden automatisch vom Netzbetreiber des angewählten Dienstes (Inhaber der Rufnummer) hergestellt und nach dessen frei tarifierbaren Preisen für jedes Ziel dieser Vorwahl individuell im Offline-Billing berechnet. Der Preis für zeitabhängig abgerechnete Dienste durfte maximal 2,00 Euro je Minute betragen. Der Abrechnungstakt durfte nicht schlechter als 60 Sekunden sein, es durften hier also nicht mehrere Minuten vorausberechnet werden. Preisänderungen während der Verbindung mussten erneut zuvor angesagt werden. Zeitunabhängige Dienste mit Blocktarif waren auf maximal 30,00 Euro je Verbindung begrenzt.

019 1-4... Online-Dienste (Internet, Datendienste)

Die "Online-Diensterufnummern" dürfen nur genutzt werden für einen Telekommunikationdienst, der den Zugang zu Datendiensten ermöglicht. Hierzu gehören neben der Internet-Einwahl auch Datendienste wie SMS im Festnetz und MMS im Festnetz.

Beim anmeldefreien (offenen) Internet-by-Call (IbC) wird durch jede Nutzung ein neuer Vertrag mit dem Anbieter nur für die Dauer dieser Verbindung geschlossen, der Preis kann sich bei der nächsten Anwahl ohne Hinweis geändert haben. Die Tarife können auch vom anschließend anzugebenen Nutzernamen und Kennwort abhängig sein und sich trotz identischer Einwahlnummer unterscheiden.

Verbindungen werden automatisch vom Netzbetreiber des angewählten Dienstes (Inhaber der Rufnummer) hergestellt und nach dessen frei tarifierbaren Preisen für jedes Ziel dieser Vorwahl individuell im Offline-Billing berechnet.

Die Gasse 019 1... für Onlinedienste gilt als unriskanter in Bezug auf böswillige Dialer (automatische Anwähl-Programme), sie kann eventuell bei Bedarf von einer Sperre ausgenommen werden. Hier sind einige Internet-Anbieter auch aus Netzen anderer Anschluss-Betreiber nutzbar (etwa T-Online, CompuServe, Telefonica). Allerdings schützt eine 019 1... nicht vor überhöhten Einwahl-Kosten beim anmeldefreien Internet-by-Call, unseriöse Anbieter tummeln sich inzwischen auch hier.

Die Gassen 019 8/9 werden als technische Nummern für die netzinterne Verkehrslenkung genutzt (Routingnummern, Netzkennungen).

Die Gassen 019 5/6/7/0 sind nicht vergeben.

Kostenlos

Bei folgenden Rufnummern ist die Wähl-Verbindung selbst kostenlos, die Nutzung wird später vom Anbieter berechnet.

0191011 - T-Online
Internet-Einwahl (nur nach Anmeldung)
0191066730 - MMS im Festnetz
Versand über das MMS-Zentrum der Telekom
0193010 - SMS im Festnetz
Versand über das SMS-Zentrum der Telekom

018 1-9... Nutzergruppen (NG)

Diese Rufnummerngruppe ist zu unterscheiden von der Gasse 0180 1-5...

Rufnummernblöcke für "Bundeseinheitliche Zugänge zu Netzen von Nutzergruppen" werden an beliebige Gruppen natürlicher oder juristischer Personen für Virtuelle Private Netze (VPN) vergeben, dabei ist die 018 1... für Internationale Virtuelle Private Netze (IVPN) vorgesehen. Diese virtuellen Netze dienen beispielsweise der Verbindung verschiedener Firmenstandorte und der einheitlichen Erreichbarkeit, dabei kann durch Geschlossene Benutzergruppen (GBG) der (öffentliche) Zugang teilweise auch eingeschränkt werden.

Verbindungen werden automatisch vom Netzbetreiber des angewählten Dienstes (Inhaber der Rufnummer) hergestellt und nach dessen frei tarifierbaren Preisen für jedes Ziel dieser Vorwahl individuell im Offline-Billing berechnet.

Abweichende Bedingungen galten für die Gasse 018 88...

IVPN-Rufnummern dürfen nicht für Premium-Dienste verwendet werden, es darf also keine weitere Dienstleistung über den Verbindungspreis abgerechnet werden.

Die Telekom T-VPN Preise berechnet für Dienste, die in ihrem Netz realisiert sind (T-VPN), eine von 3 Preisklassen: 0,0 oder 2,9 oder 9,9 Cent je Minute (Takt 60s). Über andere Netzbetreiber geschaltete Ziele können abweichende Preise haben, der jeweilige Betreiber ist aber nicht anhand der Rufnummer erkennbar.

Beispiele

Einige beworbene Rufnummern mit den Preisen aus dem Festnetz der Telekom (Angaben ohne Gewähr).

018 500... Barmer Ersatzkasse (über Telekom geschaltet, Stand 08.2009)
2,9 Cent je Minute für Kundenhotline über 018500952000
018 59995... GEZ - Gebühreneinzugszentrale (Stand 03.2009)
6,5 Cent je Minute für Kundenhotline über 018599950100 (Service-Telefon)
018 1810... Deutsche Bank (über Telekom geschaltet, Stand 08.2009)
9,9 Cent je Minute für Kundenhotline über 018181000
018 107001... Arcor/Vodafone (Stand 06.2007)
49,0 Cent je Minute für Kundenhotline über 0181070010 (inzwischen angeblich nur noch 14,0 Cent je Minute),
evtl. zunächst Sprachdialogsystem kostenlos (aus dem Festnetz) bis zur Verbindung zum Mitarbeiter
018 59988... Tele2 (Stand 11.2008)
19,0 Cent je Minute für Kundenhotline über 0185998895 (Service/Bestellstatus),
evtl. zunächst Sprachdialogsystem kostenlos (aus dem Festnetz) bis zur Verbindung zum Mitarbeiter
99,0 Cent je Minute für Kundenhotline über 0185998877 (Technik),
evtl. zunächst Sprachdialogsystem kostenlos (aus dem Festnetz) bis zur Verbindung zum Mitarbeiter
018 13312... 1-2-3.tv (Stand 06.2007)
99,0 Cent je Minute für Kundenhotline über 01813312800 (zeitweise Shopping-Auktionen über 018133123)

01888... Informationsverbund Berlin - Bonn (IVBB), Behördennetz

Nicht mehr verfügbar ist die bundeseinheitliche Vorwahl 018 88 seit 2009, sie wurde durch ortsbezogene Rufnummern ersetzt. Zur besseren Erreichbarkeit auch zu günstigeren Preisen wurden bereits 2006 zusätzliche Wahlmöglichkeiten durch geografische Einwahlnummern in Berlin und Bonn eingerichtet. Die jeweilige Nutzung der Vorwahlen ist beliebig und führt immer zum selben Ziel.

Die Behördeneinwahl erfolgt nun anstelle der 01888... wahlweise mit (030) 18... oder (0228) 99..., anschließend ist die restliche Behördennummer mit Nebenstelle wie angegeben zu wählen, beispielsweise

 etwa  03018 9876...
 oder 022899 9876...
statt  01888 9876...

Diese normalen Ortsnetzrufnummern sind von allen Anschlussbetreibern, Handynetzen und vom Ausland aus zu den üblichen Preisen für eine Verbindung nach Berlin beziehungsweise Bonn erreichbar, mit Flatrate kostenlos.

Bei Telekom-Anschlüssen kann hier jetzt auch eine Call-by-Call-Vorwahl genutzt werden, Pre-Selection wird berücksichtigt.

Ehemalige Regelung

Verbindungen über die 018 88... wurden immer vom eigenen Anschlussbetreiber (Anbieter des Anrufers) hergestellt und nach seinem festgelegten Preis für alle Ziele mit dieser Vorwahl einheitlich im Online-Billing berechnet.

Verbindungen aus den Vorwahlbereichen 03, 04, 08 und 09 wurden über einen Zugang in Berlin hergestellt, bei Ursprung in 02, 05, 06 und 07 erfolgte der Zugang in das Behördennetz über Bonn.

Entsprechend galt für die Vorwahl 01888 bei Anrufen von Telekom-Anschlüssen der

Eventuell vorhandene Spezialtarife wurden berücksichtigt (außer Zusatzoption Call XXL Local).

Infos zum IVBB KBSt - IVBB bei der Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung.

0180 1-5... Shared Cost Dienst (SCD), Shared Cost Service (SCS)

Diese Rufnummerngruppe ist zu unterscheiden von der Gasse 018 1-9...

Die Entgelte für den Rufnummernbereich der "Geteilte-Kosten-Dienste" (GKD) wurden zum 01.09.2007 von der Bundesnetzagentur für Anrufe aus allen Festnetzen einheitlich festgelegt (höchstens 14 Cent je Minute oder 20 Cent je Anruf entsprechend der Tarifkennung). Ab dem 01.03.2010 soll diese Gasse als "Service-Dienste" bundesweit auch aus den Mobilfunknetzen zu einem festgesetzten Höchstpreis erreichbar sein (maximal 42 Cent je Minute einheitlich bei allen Tarifkennungen/Nummernteilbereiche 0180 1-5). Der Abrechnungstakt darf dann nicht schlechter als 60 Sekunden sein, es dürfen hier also nicht mehrere Minuten vorausberechnet werden.

Die der 0180 folgende Ziffer (Tarifkennung) entscheidet über den Verbindungspreis des jeweiligen Teilbereiches, die Gassen 0180 6/7/8/9/0 sind nicht vergeben. Verbindungen werden immer vom eigenen Anschlussbetreiber (Anbieter des Anrufers) hergestellt und nach seinem festgelegten Preis für alle Ziele mit dieser Vorwahl/Tarifkennung einheitlich im Online-Billing berechnet.

Die Preise für Verbindungen von Festnetz-Anschlüssen der Telekom (T-Home) finden sich in der Tabelle.

Ursprünglich wurden bei diesen bundesweit einheitlichen Rufnummern die Kosten zwischen dem Anrufenden und dem Angerufenen aufgeteilt, der Verbindungspreis entsprach den Tarifen für die Bereiche Ort, Regional oder Fern. War das tatsächlich erreichte Ziel dann weiter entfernt, wurde dem Angewählten die Differenz zusätzlich berechnet. Da die Preise für 0180-Anrufe aber nicht der sonstigen Preisentwicklung entsprechend nach unten angepasst wurden, gelten diese Rufnummern inzwischen als überteuert. Statt eine Zuzahlung zu leisten, erhalten die Angerufenen jetzt bei einigen Anbietern sogar eine Auszahlung für eingegangene Rufe. Da diese Rückvergütung der Einnahmen eigentlich unzulässig ist, wird sie gerne als "Werbekostenzuschuss" (WKZ) verschleiert. Beispielsweise hat der Pay-TV-Sender Premiere/Sky allein im Jahr 2008 für den Betrieb der 01805-Hotlines vom Dienstleister British Telecom an die 4 Millionen Euro erhalten (Quelle: Hauptversammlung Februar 2009).

0137 1-9... und 0138... Massenverkehrsdienste (MABEZ)

Der Rufnummernbereich für den "Massenverkehr zu bestimmten Zielen/Zeiten" (MABEZ) wird für Abstimmungen (Televoting), Call-in-Gewinnspiele (TV-Quiz) und vereinzelt auch für Hotlines (Teledialog) genutzt. Der Dienst wurde ursprünglich als TED (Tele-Dialog) für Zuschauer-Entscheidungen im Fernsehen eingeführt, um die vielen gleichzeitigen Anrufe abwickeln zu können. Die Entgelte wurden zum 01.09.2007 von der Bundesnetzagentur für Anrufe aus allen Festnetzen einheitlich festgelegt.

Beim Vote-Call entscheidet die der 0137 folgende Ziffer (Tarifkennung) über den Verbindungspreis des jeweiligen Teilbereiches, die Gasse 0137 0 ist nicht vergeben (die verbliebenen Rufnummern hinter der auslaufenden Vorwahl 0138 haben keine Tarifkennung und alle den gleichen Preis). Verbindungen werden immer vom eigenen Anschlussbetreiber (Anbieter des Anrufers) hergestellt und nach seinem festgelegten Preis für alle Ziele mit dieser Vorwahl/Tarifkennung einheitlich im Online-Billing berechnet.

Die Preise für Verbindungen von Festnetz-Anschlüssen der Telekom (T-Home) finden sich in der Tabelle. Die Bezeichnung der Telekom für ihren Dienst lautet T-VoteCall (TVC), ehemals TeleDialog (TED).

Selbstverständlich werden als Verbindung alle Anrufversuche berechnet, auch wenn nur eine Ansage wie "...leider hat es diesmal nicht geklappt, versuchen Sie es doch gerne noch einmal..." zu hören ist - schließlich handelt es sich hierbei um das Geschäftsmodell der "Bandansagen-Verkäufer". Lediglich die seltenen Fälle eines Besetztzeichens sollten tatsächlich kostenlos sein. Und sollte man nach endlosen "Fehlversuchen" doch mal im richtigen Moment eine "Leitung" getroffen haben und am "Zufallsgenerator" vorbei bis zum Ziel durchgekommen sein, zahlt man wenigstens nichts mehr für die restliche Verbindungsdauer - also: Viel Spaß Grüne Gnome

012... Innovative Dienste

Der Rufnummernbereich für "Neuartige Dienste" steht Anwendungen zur Verfügung, deren Nutzung in anderen Nummerngruppen ausgeschlossen ist.

Verbindungen werden automatisch vom Netzbetreiber des angewählten Dienstes (Inhaber der Rufnummer) hergestellt und nach dessen frei tarifierbaren Preisen für jedes Ziel dieser Vorwahl individuell im Offline-Billing berechnet.

Die Telekom hatte unter 0800 330 4567 mit dem automatischen "Infoservice Anbieter und Tarife im Service 012" eine (offenbar fehlerhafte) Preisabfrage für Dienste angeboten, die in ihrem Netz realisiert sind (es war allerdings nur web.de mit 012 12 Kunde der Telekom und über diese geschaltet). Anhand der Ziffern, die der 012 folgen, kann nicht erkannt werden bei welchem Netzbetreiber die Rufnummer geschaltet ist.

Beispiele früherer Angebote

Inzwischen ist (mir) nur noch ein aktiver Anbieter bekannt, der seinen Rufnummernblock für verschiedene Dienste anbietet:

012 12... web.de (www.web.de) - Auswahl ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Korrektheit (Stand 12.2005)
0121282... 185 Cent je Minute (Hotline)
0121280... 12,4 Cent für 1. Minute, dann 98,0 Cent je Minute (Hotline)
012126... 12,4 Cent je Minute lt. web.de [3,9 lt. T-Abfrage seit Herbst 2005] (Voice-/Fax-Box mit Wunschnr.)
012125... 12,4 Cent je Minute lt. web.de [3,9 lt. T-Abfrage seit Herbst 2005] (Voice-/Fax-Box bei FreeMail)
012123... 3,9 Cent je Minute [7,0 bis Sommer 2005 - 39,0(!) lt. T-Abfrage seit Ende 2005] (Voice over IP mit FreePhone)
[Einstellung zum 22.12.2006]
012120... 12,0 oder 14,0 Cent je Minute lt. GMX (UMS, Voice-/Fax-Box)
01212... übrige (1/2/4/7/81/83-89/9) 3,9 Cent je Minute [lt. T-Abfrage] (keine Nutzung bekannt)
Im Herbst 2008 wurde der Rufnummernblock 012 12... zu den NTR in die Gasse 032 12... verlagert.
[012 3456...] CommAssist, Com Vision (www.comvision.tv) - Beispiele für einige Angebote (Stand 04.2005)
0123456... teilweise 5,00 Euro je Minute (telefonische Kontaktvermittlung, www.lucy.tv)
012345678910 bis zu 20,00 Euro je Verbindung (telefonische Kontaktvermittlung, www.lucy.tv)
012345671234 und 012345671230 für 0,39 Euro je Minute (Kontaktvermittlung, www.juergen-fliege.de)
012345633033 für 1,00 Euro je Minute (Service-Hotline, Galaxis)
Der Rufnummernblock ist seit 2007 wieder frei, das Angebot ist nicht mehr erreichbar (Stand 07.2008)
012 3000... 3U Telecom
Wird für die Internet-Telefonie (3U VoIP) genutzt, Preis nicht bekannt (Stand 08.2008)
[012 230...] tesion Communikationsnetze Südwest
Rufnummernblock war von der Regulierungsbehörde zugeteilt, ist aber seit 2007 wieder frei (Angebote waren nicht bekannt)
[012 3131...]
[012 3333...] BBA Netkom Gesellschaft für Telekommunikationsdienstleistungen
Rufnummernblöcke waren von der Regulierungsbehörde zugeteilt, sind aber seit 2007 wieder frei (Angebote waren nicht bekannt)

Mit dem Auslaufen der letzten Zuteilung im Jahr 2011 soll der Nummernbereich 012 für Neuartige Dienste entfallen.

010... Betreiberkennzahlen, Call-by-Call (CbC, C-b-C)

Die Kennungen (Prefixe) für die Betreiberauswahl werden den Netzbetreibern 5-stellig (010 xx) oder 6-stellig (010 0xx) zugeteilt.

Beim anmeldefreien (offenen) Call-by-Call wird durch jede Nutzung ein neuer Vertrag mit dem Anbieter nur für die Dauer dieser Verbindung geschlossen, der Preis kann sich bei der nächsten Anwahl ohne Hinweis geändert haben.

Verbindungen mittels vorangestellter Call-by-Call-Vorwahl (oder voreingestellter Pre-Selection) werden zur nachfolgenden Rufnummer vom Netzbetreiber des ausgewählten Anbieters hergestellt und nach dessen frei tarifierbaren Preisen individuell im Offline-Billing berechnet.

Die Auswahl anderer Verbindungsnetzbetreiber (VNB) ist nur bei Anschlüssen der Telekom möglich.

Im Abschnitt Auswahl gibt es eine Liste der 010-Anbieter mit den Netzvorwahlen ohne erforderliche Anmeldung und weitere Infos zur Nutzung anderer Netzbetreiber durch Call-by-Call oder Pre-Selection. Bei der Bundesnetzagentur BNetzA sind alle Anbieter mit den zugeteilten Betreiberkennungen verzeichnet.

118... Auskunftsdienste und Vermittlungsdienste

Die Auskunftsdienste über die 5-stelligen Auskunftsrufnummern 118 xx bieten Informationsdienste zur Weitergabe von Rufnummern, Namen (Rückwärtssuche), Anschriften und zusätzlichen Angaben von Telekommunikationsnutzern. Neben der Auskunftserteilung von Teilnehmerdaten aus den veröffentlichten Verzeichnissen ist auch die Weitervermittlung zu einer erfragten Rufnummer möglich. Über die Telefonauskunft kann auch ein Vermittlungsdienst zu nicht öffentlich eingetragenen Anschlüssen angeboten werden.

Die Vermittlungsdienste mit den 6-stelligen Rufnummern 118 00x werden ausschließlich für Verbindungsdienste genutzt, es werden keine Auskünfte zu Teilnehmerdaten erteilt. Bei diesen Diensten können Anschlussinhaber ihre Festnetz- und/oder Mobilfunknummer hinterlegen, wenn diese Rufnummern nicht in öffentliche Verzeichnisse eingetragen werden sollen. Statt der eigenen Rufnummer kann einem potentiellen Gesprächspartner dann die Nummer des Diensteanbieters gegeben werden, und der Anrufer benennt den gewünschten Partner dort mit Namen/Ort (auch Eintragung von KFZ-Kennzeichen oder Internet-Benutzernamen möglich). Der Vermittlungsdienst kann den Anzurufenden über den individuellen Gesprächswunsch des Anrufers unterrichten und bei Zustimmung verbinden, ohne dass die Geheimhaltung der Rufnummer beeinträchtigt wird. Ein Anruf bei dem gesuchten Teilnehmer darf nur erfolgen, wenn dieser in die telefonische Übermittlung eines Gesprächswunsches vorher ausdrücklich eingewilligt hat.

0118… Rufnummernanzeige beim Angerufenen

Geplant: Anbieter von Vermittlungsdiensten können ihre Rufnummer mit vorangestellter "0" für die Anzeige der Rufnummer beim Angerufenen (CLIP) und für Rückrufe des Angerufenen nutzen. Der Anruf dieser "nationalen Rufnummern für Vermittlungsdienste" unter 0118… muss für den Anrufer kostenlos sein, um entgeltpflichtige Rückrufe des Angerufenen auszuschließen.

Verbindungen werden automatisch vom Netzbetreiber des angewählten Dienstes (Inhaber der Rufnummer) hergestellt und nach dessen frei tarifierbaren Preisen individuell im Offline-Billing berechnet. Für eine anschließende Weitervermittlung können zusätzliche Kosten entstehen, der Preis muss hier generell zuvor angesagt werden. Im Fall der Weitervermittlung darf der Preis höchstens 3 Euro je Minute betragen, diese Verbindung muss nach 60 Minuten getrennt werden.

Die Telekom berechnet unterschiedliche Preise Anschlüsse für die von ihr betriebenen Dienste 11833, 11834, 11836, 11837, 11864.

Bei der Bundesnetzagentur BNetzA sind alle Anbieter mit den zugeteilten Rufnummern verzeichnet.

116... Soziale Dienste (HDSW)

Die Vergabe und Zuordnung der europaweit einheitlichen Rufnummern für Harmonisierte Dienste von sozialem Wert (HDSW) erfolgt durch Entscheidung der Europäischen Union (EU-Kommission). Die Zuteilung der Anbieter für den Betrieb des jeweiligen Dienstes geschieht durch die Bundesnetzagentur BNetzA (nationale Regulierungsbehörde). Einige Einzelnummern wurden bereits reserviert, die Nutzung und Erreichbarkeit der Dienste ist teilweise noch im Aufbau.

Verbindungen werden immer vom eigenen Anschlussbetreiber (Anbieter des Anrufers) hergestellt und dürfen im Inland dem Anrufer nicht berechnet werden, sie werden üblicherweise auch nicht im Einzelverbindungsnachweis aufgeführt.

Bei der Anwahl des seit dem 01.07.2005 erreichbaren Sperr-Notrufs unter 116116 wird immer (auch wenn unterdrückt) die eigene Rufnummer übermittelt und gespeichert. Dadurch wird ein Wiederanrufer (etwa nach einem Gesprächsabbruch während der Weitervermittlung) innerhalb von 30 Minuten wiedererkannt und kann mit den bereits erfassten Daten weiter bedient werden.

115 = Behörden-Hotline, Einheitlicher Behördenruf (EBR)

Über die dem Bundesministerium des Innern zugeteilte Behördeneinheitliche Rufnummer 115 soll künftig die gesamte öffentliche Verwaltung in Deutschland erreicht werden (Bund, Länder und Kommunen). Mit diesem Bürgertelefon wird zu einem Callcenter der jeweils regional zuständigen Ämter verbunden.

Logo D115 Der Pilotbetrieb startete am 24.03.2009 in ersten Modellregionen (Berlin, Hamburg und Teilgebiete weiterer Bundesländer). Die Nutzung des Dienstes ist noch im Aufbau, die Erreichbarkeit soll schrittweise ausgeweitet werden. Weitere Informationen über die "Einheitliche Behördenrufnummer - Ihre Behördennummer" sind unter Projekt D115 D115 zu finden.

Zu den Verbindungskosten gibt es noch keine konkreten Festlegungen, sie sollen sich an den Ortstarifen orientieren mit einem Aufschlag von vorerst 3 Cent je Gesprächsminute zur Finanzierung der D115-Netztechnik. Die Nummern sind so zu nutzen, dass der Endkundenpreis für eine Verbindung zur Nummer 115 durch den Anbieter des Anrufers festgelegt wird (Online-Billing). Eine Ansage des Verbindungspreises ist nicht vorgeschrieben, die Nutzung von Call-by-Call ist nicht möglich. Im Frühjahr 2009 ging die Preisspanne bei den einzelnen Festnetzbetreibern von 7,0 Cent (bei den meisten Anbietern) über 10,0 Cent (Arcor/Vodafone) bis 12,0 Cent (1&1), vom Handy aus liegen die Minutenpreise zwischen 17 und 50 Cent.

Die Telekom berechnet 7,0 Cent je Minute für Anrufe aus ihrem Festnetz (T-Home Anschlüsse), die Abrechnung erfolgt im Sekundentakt (Kosten also rund 0,12 Cent je Sekunde).

Der Netzbetrieb und die verbindungstechnische Abwicklung erfolgen in zwei Stufen. Die Deutsche Telekom AG ist für die Sammlung der Anrufe aus allen Festnetzen, Mobilfunknetzen und VoIP-Netzen zuständig. Anschließend erfolgt die Weiterleitung der Anrufe an die dtms GmbH zur Verkehrsführung und Verteilung auf die geografisch zuständigen Servicecenter.

032... Nationale Teilnehmer-Rufnummern (NTR)

Die Vorwahl für Internet-Telefonie (VoIP) und Unified Messaging Services (UMS) wurde hier dem Bereich Inland zugeordnet, siehe Infos dort.

3 b

Sondernummern international (Auswahl)

00979 0088210 00808 00800 003883 002698

00979... Universal International Premium Rate Number (UIPRN)

Der International Premium Rate Service (IPRS) ermöglicht höherpreisige Dienstleistungen über eine weltweit einheitliche Rufnummer (+979), er ist die Erweiterung der bundeseinheitlichen 0900. Die jeweilige Rufnummer kann in nur einzelnen oder auch mehreren Ländern geschaltet werden, sie ist dann nur von diesen Ländern aus anwählbar. Der letztlich erreichte Zielanschluss kann in einem dieser Länder, aber auch in einem ganz anderen Land liegen.

Verbindungen werden immer vom eigenen Anschlussbetreiber hergestellt und nach seinem festgelegten Preis für alle Ziele mit dieser Vorwahl/Tarifkennung einheitlich im Online-Billing berechnet, 010-Vorwahl und Pre-Selection werden ignoriert. Die Nummern sind von Nicht-T-Com-Anschlüssen und vom Handy aus bisher vermutlich eher nicht erreichbar.

Die Preisbestimmung erfolgt über die Tarifkennung (Charging Indicator, CI):

+979 1... Tarifbereich 1 "Niedrig" (evtl. "Hoch")
?
+979 3... Tarifbereich 2 "Mittel"
?
+979 5... Tarifbereich 3 "Hoch" (evtl. "Niedrig")
?
+979 9... Tarifbereich "Spezial"
?

Nähere Angaben zu Konditionen und Preisen liegen mir noch nicht vor.

ITU ← Weitere Infos bei der zuständigen International Telecommunication Union

0088210 - GeoVerse

Der Dienst BT GeoVerse Global Numbering ist ein Unified Messaging Service mit einheitlicher Nummer für Fon, Voicemail, Fax und E-Mail. Anrufe werden weltweit weitergeleitet zur Plattform BT GeoVerse Global Office in Großbritannien. Reisende können hiermit von überall aus auf ihre Nachrichten und weitere Dienste (z.B. ConferenceCall) zugreifen.

Mit der Rufnummer 0088210 aus Deutschland ist man bereits in das System eingewählt und wird zur Eingabe der Legitimationsdaten aufgefordert. Diese Verbindungen werden immer vom eigenen Anschlussbetreiber hergestellt und nach seinem festgelegten Preis für alle Ziele mit dieser Vorwahl einheitlich im Online-Billing berechnet, 010-Vorwahl und Pre-Selection werden ignoriert.

Die Telekom berechnet für Verbindungen von ihren Anschlüssen aus alle 30 Sekunden 6,2 Cent, also 12,4 Cent je Minute. Erreichbarkeit und Preise von Anschlüssen anderer Anbieter können unterschiedlich sein.

Der Dienst GeoVerse wurde inzwischen offenbar eingestellt und 2008 aus der Preisliste der Telekom gestrichen.

00808... Universal International Shared Cost Number (UISCN)

Der International Shared Cost Service (ISCS) ermöglicht günstige Anrufe zum Inlandspreis mit Übernahme der Differenz durch den Angerufenen über eine weltweit einheitliche Rufnummer (+808), er ist die Erweiterung der bundeseinheitlichen 0180. Die jeweilige Rufnummer kann in nur einzelnen oder auch mehreren Ländern geschaltet werden, sie ist dann nur von diesen Ländern aus anwählbar. Der letztlich erreichte Zielanschluss kann in einem dieser Länder, aber auch in einem ganz anderen Land liegen.

Verbindungen werden immer vom eigenen Anschlussbetreiber hergestellt und nach seinem festgelegten Preis für alle Ziele mit dieser Vorwahl einheitlich im Online-Billing berechnet, 010-Vorwahl und Pre-Selection werden ignoriert. Die Nummern sind von Nicht-Telekom-Anschlüssen und vom Handy aus bisher vermutlich eher nicht erreichbar...

Die Telekom berechnet 15,0 Cent je Minute für Anrufe aus ihrem Festnetz (T-Home Anschlüsse), die Abrechnung erfolgt im Minutentakt (also volle Berechnung jeder angefangenen Verbindungsminute).

ITU ← Weitere Infos bei der zuständigen International Telecommunication Union

00800... Universal International Freephone Number (UIFN)

Der Universal International Freephone Service (IFS, UIFS) ermöglicht kostenlose Anrufe über eine weltweit einheitliche Rufnummer (+800), internationale entgeltfreie Mehrwertdienste sind somit die Erweiterung der bundeseinheitlichen 0800. Die jeweilige Rufnummer kann in nur einzelnen oder auch mehreren Ländern geschaltet werden, sie ist dann nur von diesen Ländern aus anwählbar. Der letztlich erreichte Zielanschluss kann in einem dieser Länder, aber auch in einem ganz anderen Land liegen.

Verbindungen werden immer vom eigenen Anschlussbetreiber hergestellt und dürfen von diesem eigentlich nicht berechnet werden, einige Anbieter weichen hier in ihren Preislisten aber ab (beispielsweise Kabel Deutschland Phone, April 2007). Kostenlose Verbindungen werden üblicherweise nicht im Einzelverbindungsnachweis aufgeführt. Davon unabhängig sind gegebenenfalls zusätzlich anfallende Nutzungspreise für Geräte oder Dienste (beispielsweise öffentliche Telefone, Gaststätten, Hotels, Calling Cards). 010-Vorwahl und Pre-Selection werden ignoriert, die Nummern sind meistens auch von Nicht-T-Com-Anschlüssen und vom Handy aus erreichbar.

ITU ← Weitere Infos bei der zuständigen International Telecommunication Union

003883... European Telephony Numbering Space (ETNS)

Im europäischen Telefonnummerierungsraum ermöglicht eine Europäische Nummer (EN) mit der Vorwahl 00 38 83 (aus Deutschland) den Zugriff auf europaweit verfügbare Dienste mit einer einheitlichen Telefonnummer (internationale Schreibweise +3883...) durch Weiterleitung zum eigentlichen Ziel. Die Europa-Rufnummer für pan-europäische Dienste steht Behörden und Unternehmen zur Verfügung, die diese auch bei Nutzergruppen für Virtuelle Private Netzwerke (VPN, national über 018 1-9) nutzen können. Auch Privatpersonen können einzelne Rufnummern über einen Dienste-Anbieter (Service Provider) erhalten, die EN stellt hier die erweiterte Version der bundeseinheitlichen Persönlichen Rufnummer (0700) dar. Bei der "lebenslangen" EN ist auch die internationale Portierung (Rufnummernmitnahme) zu anderen Service Providern möglich.

Die Zuordnung erfolgt über die Dienstkennung (European Service Identification, ESI):

+3883 1... Öffentliche Dienste (Public Service Application, PSA)
...und 3 Ziffern, nur gemeinnützig und gemeinschaftsbezogen, nicht gewinnorientiert oder auf Konkurrenz ausgerichtet
+3883 3... Kundendienstanwendung (Customer Service Application, CSA)
...und 7 Ziffern, für Unternehmen und Organisationen, z.B. Verkaufsförderung, Vertrieb, Händlerunterstützung
+3883 5... Firmennetzwerke (Corporate Networks, CN)
...und 9 Ziffern, Nutzergruppen, für neue oder vorhandene virtuelle private Netzwerke, keine Kundendienstanwendungen
+3883 7... Persönliche Nummern (Personal Numbering)
...und 9 Ziffern, private und geschäftliche Nutzung durch Einzelpersonen

Die Preise für Anrufer aus Europa sollen maximal denen eines Inlandferngesprächs entsprechen. Die Kosten für die Weiterleitung zum eigentlichen Ziel werden wie üblich dem Angerufenen berechnet.

Noch unklar sind die von der Telekom erhobenen Preise, bzw. von welchem Netzbetreiber (A/B) die Verbindungen hergestellt und tarifiert werden (Online-/Offline-Billing). 010-Vorwahl und Pre-Selection werden ignoriert.

ETNS ← Weitere Informationen (auch deutsch)

002698... Global 269

Von T-Com-Anschlüssen aus können die Verbindungen mittels Call-by-Call (010...) bzw. Pre-Selection (Voreinstellung) über alternative Anbieter (Verbindungs-Netzbetreiber, VNB) hergestellt werden.

Während die T-Com selbst diese Verbindungen kostenlos herstellt, berechnen andere Anbieter hier teilweise hohe Minutenpreise (Ausland). Vor Anwahl dieser Sondernummer sollte man unbedingt 01033 vorwählen bei vorhandener Pre-Selection (Fern).

Der spezielle Dienst Global269 mit internationaler Zugangskennzahl ist eine Variante des International Freephone Service (00800) und soll kostenlose Anrufe über eine weltweit einheitliche Rufnummer (+2698) ermöglichen. Die Aktivitäten dieses Dienstes sind inzwischen offenbar eingeschlafen...

Bei der T-Com sind solche Rufnummern der ausländischen Betriebsgesellschaft ComoreTel aus dem Nummernraum 00269800 erhältlich ("freecall International Global 269 Ergänzungspaket"). Die Verbindungen sind von Anschlüssen der T-Com aus kostenlos. Zum 01.01.2007 ist diese Vorwahl aus der Preisliste der T-Com verschwunden, offenbar wurde der Dienst eingestellt...(?)

ComoreTel ← Weitere Infos bei der ComoreTel Holdings Ltd.

4

Auswahl - Nutzung anderer Netzbetreiber (Carrier Selection)

4 a

Alternativen - Betreiber, Netze, Voreinstellung, Test

Betreiber Fallweise Voreingestellt Prüfen

Betreiber - Telekom, TNB, VNB, Abrechnung

Telekom und Abrechnung

Die Verpflichtung zu einer möglichen Auswahl anderer Verbindungsnetzbetreiber (VNB) hat derzeit nur die Telekom als marktbeherrschendes Unternehmen. Daher bieten andere Teilnehmernetzbetreiber (TNB) als Anschluss-Anbieter des Zugangs zum öffentlichen Telekommunikationsnetz keine alternative Netzauswahl an.

Somit ist die Nutzung von manuellem Call-by-Call (fallweise bei jeder Verbindung) über 010-Vorwahl bzw. durch automatische Pre-Selection (Voreinstellung in der Vermittlungsstelle) nur bei Anschlüssen der T-Com möglich

Die T-Com ist hier als TNB des Anschlusses, insbesondere beim anmeldefreien Call-by-Call und Internet-by-Call, auch zur Abrechnung der genutzten Verbindungen verpflichtet. Diese werden nach Angaben der Anbieter in der Telekom-Rechnung ausgewiesen und der Betrag im Auftrag des VNB eingefordert. Der Kunde kann nach einer Anmeldung bei entsprechenden Anbietern mit diesen auch die individuelle und direkte Abrechnung vereinbaren. Ein Einzelverbindungsnachweis muss nur für Sprachdienste bereitgestellt werden, Internet-Verbindungsdaten können bei einigen Anbietern online abgerufen werden.

T-Com als VNB - Angebot wurde zum 01.07.2005 eingestellt

Von Komplett-Anschlüssen anderer Anbieter (z.B. Arcor als TNB) war nur die 01033 der Telekom als alternativer VNB wählbar (auch per Pre-Selection). Es konnten Verbindungen im Inland (Fern) - aber nicht innerhalb des selben Ortsnetzes - und in die Mobilfunknetze und ins Ausland hergestellt werden. Auch Inhabern von ISDN-Anschlüssen berechnete die T-Com immer die (bei Fern höheren) T-Net-Preise. Zuvor musste eine entsprechende Anmeldung (auch für Call-by-Call) bei der T-Com erfolgen, für die genutzten Verbindungen wurde dann eine eigenständige Rechnung verschickt. Zusätzlich konnten auch die Spezialtarife AktivPlus basis und AktivPlus (aber nicht xxl) gebucht werden.

Durch das Ende von "Call-by-Call Selection T-Com (Fern)" und "Pre Selection T-Com (Fern)" können 010-Vorwahlen nur noch von T-Com-Anschlüssen aus genutzt werden.

TNB - Teilnehmer-Netz-Betreiber

Der Teilnehmernetzbetreiber betreibt das Netz, an dem der Teilnehmer angeschlossen ist, er stellt auch die monatlichen Anschluss-Preise in Rechnung. Nach einem Komplett-Wechsel ist der alternative Anschluss-Betreiber dann auch der TNB. Dies gilt auch dann, wenn dieser Anbieter die Teilnehmer-Anschluss-Leitung (TAL, letzte Meile) vom urspünglichen Netzbetreiber mietet und an seiner Vermittlungsstelle betreibt. Die Steuerung von Leistungsmerkmalen bezieht sich immer auf die Vermittlungsstelle des TNB.

Aufgrund des ehemaligen Monopols ist der TNB mit den meisten Kunden nach wie vor die Telekom (Festnetzsparte T-Com) mit ihren analogen T-Net und digitalen T-ISDN Anschlüssen. Alternative Anschlussbetreiber mit Angeboten in mehreren Gebieten sind z.B. Arcor, Versatel oder HanseNet (Alice), dazu kommen noch etliche kleinere regionale Telefongesellschaften mit ihren Citynetzen (lokale Stadtnetzbetreiber). Einige Anbieter stellen keine Analog-Anschlüsse mehr bereit, sondern nur noch ausschließlich ISDN-Anschlüsse.

Der TNB stellt üblicherweise als VNB auch die Verbindungen selbst her und rechnet die Nutzungspreise eigenständig ab. Lediglich die Telekom ist als marktbeherrschendes Unternehmen verpflichtet, Verbindungen ihrer Kunden auch über andere Netzbetreiber zuzulassen (Call-by-Call, Pre-Selection).

VNB - Verbindungs-Netz-Betreiber

Der Verbindungsnetzbetreiber betreibt das Netz, über das die aktuelle Verbindung hergestellt wird, er berechnet sie nach seinen Preisen. Der VNB muss selbst kein Anschluss-Betreiber (TNB) sein, er verbindet lediglich die Netze dieser Anbieter miteinander. Nur bei Telekom-Anschlüssen ist eine VNB-Auswahl (Carrier Selection) per Call-by-Call (fallweise) bzw. Pre-Selection (Voreinstellung) möglich, ohne dass ein Komplett-Wechsel zu einem alternativen Anschluss-Betreiber erfolgt.

Bei Sondernummern ist keine Netzbetreiber-Auswahl möglich, da hier die Verbindungsführung festgelegt ist.

Die Nutzungspreise des VNB werden üblicherweise über den TNB abgerechnet, beim Call-by-Call ohne Anmeldung erscheinen die 010-Verbindungen also auf der Telekom-Rechnung.

Fallweise - Call-by-Call und Internet-by-Call

Bei Nutzung von Call-by-Call und Internet-by-Call wird die eigene Rufnummer auch bei Unterdrückung der Übermittlung immer an den ausgewählten Verbindungsnetzbetreiber übertragen. Diese wird vom Anbieter für die Abrechnung der Verbindungen genutzt und dient auch der Zuordnung zu individuellen Tarifen bei angemeldeten Kunden (mit oder ohne Pre-Selection).

Eine manuelle 010-Vorwahl überschreibt nur einmalig eine gegebenenfalls eingerichtete Pre-Selection in der Vermittlungsstelle. Diese Verbindung wird dann nicht über den voreingestellten Netzbetreiber, sondern fallweise über den hierbei ausgewählten Anbieter hergestellt. Bei Internet-by-Call über 019... wird eine eventuell vorhandene Pre-Selection ignoriert.

Ohne Anmeldung

Über anmeldefreies (offenes) Call-by-Call können Verbindungen in die jeweils vom Verbindungsnetzbetreiber angebotenen Bereiche (Inland Ort, Fern, Mobil und Ausland) durch Vor-Vorwahl der entsprechenden Netzbetreiberkennzahl 010... hergestellt werden. Online-Verbindungen mittels Internet-by-Call werden durch die vollständige Einwahlnummer 019... (ohne weitere 010-Vorwahl) aufgebaut, die Tarife können auch vom anschließend anzugebenen Nutzernamen und Kennwort abhängig sein.

Die Preise, Tarifzeiten und Abrechnungstakte können vom Anbieter jederzeit geändert werden und müssen zu Beginn der Verbindung nicht angesagt werden. Durch jede Nutzung wird automatisch ein erneuter Vertrag mit diesem Anbieter nur für die Dauer der Verbindung geschlossen. Die Berechnung und die Zahlung erfolgen im Auftrag des Anbieters über die Telefonrechnung der T-Com.

Mit Anmeldung

Wenn dem Anbieter nach einer Anmeldung die Rufnummer des Kunden bekannt ist, können diesem auch abweichende Preise gegenüber anmeldefreier Nutzung berechnet werden. Manche Anbieter gewähren den registrierten Kunden dann günstigere Minutenpreise oder bessere Abrechnungstakte. Eine Pre-Selection ist hierzu nicht erforderlich, da die Voreinstellung in der Vermittlungsstelle lediglich die manuelle Auswahl eines anderen Netzbetreibers automatisiert. So kann man sich auch bei mehreren Anbietern anmelden und fallweise jeweils den günstigsten auswählen.

Bei nicht vorhandener Pre-Selection muss jede Verbindung einzeln mit der 010-Vorwahl des gewünschten Anbieters hergestellt werden. Ohne eine manuelle Nutzung einer Call-by-Call-Vorwahl kann dann jederzeit ein eventuell vorhandener Spezialtarif der T-Com genutzt werden (beispielsweise Inlands-Flatrate), während ein 010-Anbieter nur für Gespräche zum Handy, ein anderer fürs Ausland ausgewählt wird.

Da man hier üblicherweise vorab einen Vertrag mit vereinbarten Preisen abgeschlossen hat, sollte der Anbieter Änderungen eigentlich nur nach vorheriger Information des Kunden vornehmen. Häufig unterbleibt aber eine solche Mitteilung, sodass auch hier mit unbemerkten Preissprüngen gerechnet werden muss (AGB beachten). Die Berechnung kann über die T-Com oder mittels eigener Rechnung erfolgen.

Voreingestellt - Carrier Pre-Selection (CPS) in der Vermittlungsstelle

Üblicherweise wird eine Pre-Selection beim gewünschten VNB beantragt (falls angeboten), der sie dann wiederum beim eigenen Anschluss-Betreiber (TNB) beauftragt, der TNB richtet sie dann in der eigenen Vermittlungsstelle ein. Die Pre-Selection (Vor-Auswahl) bewirkt dann, dass die Vermittlungsstelle bei abgehenden Rufen automatisch immer (außer bei Sondernummern) die voreingestellte Verbindungs-Netzbetreiber-Kennzahl (010..) vorwählt. Man kann im Einzelfall diese Betreiber-Vorauswahl aber jederzeit für die folgende Verbindung fallweise überschreiben, indem man einfach eine andere Call-by-Call-Nummer vorwählt. So kann man als Telekom-Kunde (TNB) trotz Pre-Selection eine Verbindung durch 01033-Vorwahl doch über die Telekom herstellen (z.B. in den Nah-Bereich zum evtl. günstigeren City-Tarif).

Eine Pre-Selection gilt immer einheitlich für den gesamten Anschluss, d.h. gleiche Einstellungen für alle MSN beim T-ISDN Mehrgeräteanschluss, sowie für alle T-ISDN Anlagenanschlüsse, die unter einer Durchwahlnummer geschaltet sind.

Prinzipiell ist eine unterschiedliche Voreinstellung für die Bereiche Ort und Fern (inkl. Mobilfunk und Ausland) möglich (oder auch nur für einen Bereich). Einige VNB lassen aber nur eine identische Einstellung zu, oder bieten gar keine Orts-Verbindungen an. Die einmaligen Kosten für die Einrichtung der Voreinstellung(en) werden vom TNB seinem Anschluss-Kunden berechnet, der eingerichtete VNB schreibt diese häufig seinem neuen Pre-Selection-Kunden gut.

Die "Dauerhafte Voreinstellung eines anderen Verbindungsnetzbetreibers (Pre Selection)" kann bei der Telekom als zusätzliche Leistung auch direkt beauftragt werden. Die beiden folgenden Varianten der Betreibervorauswahl können jeweils nur einzeln, beide unterschiedlich oder beide identisch eingestellt werden.

Pre Selection Ort - gilt für
Ort - innerhalb des eigenen Ortsnetzbereiches (gleiche Vorwahl)
Pre Selection Fern - gilt für
Inland - außerhalb des eigenen Ortes (Fern- und Nahbereich)
NTR 032 - Nationale Teilnehmer-Rufnummern (VoIP)
Mobilfunk - Inland (D-Netze, E-Netze, Funkruf/Pager)
Ausland - auch Satellitenfunkdienste (Internationale Netzwerke)

Die Voreinstellung bei Telekom-Anschlüssen ohne eingerichtete Pre-Selection ist die 01033, diese Grundeinstellung kann durch Beauftragung der Löschung einer vorhandenen Pre-Selection jederzeit von der Telekom wieder hergestellt werden (auch einzeln nur für Ort oder Fern).

Kündigung und Löschung

Eine von einem Verbindungsnetzbetreiber veranlasste Pre-Selection kann man zwar unkompliziert (telefonisch) bei der Telekom entfernen lassen, der betroffene Anbieter wird hierüber aber nicht informiert. Ein mit diesem bestehender Vertrag wird von der Löschung der Voreinstellung nicht berührt und muss somit gegebenenfalls gesondert gekündigt beziehungsweise widerrufen werden, da der Anbieter ansonsten weiterhin eventuell fällige Monatspreise oder Mindestumsätze berechnet.

Andererseits führt die Kündigung des Vertrags beim Verbindungsnetzbetreiber nicht unbedingt auch zu einer entsprechenden Meldung des Anbieters an die Telekom. In diesem Fall bleibt die Pre-Selection in der Vermittlungsstelle unverändert bestehen und die Verbindungen werden weiterhin über diese Vor-Vorwahl hergestellt (Abrechnung dann gegebenenfalls wie anmeldefreies Call-by-Call). Hier sollte man also über die Test-Rufnummern die Löschung überprüfen und die Voreinstellung bei Bedarf von der Telekom entfernen lassen.

Anschlüsse ← Einmalige Preise für die Einrichtung einer Pre-Selection bei der Telekom

Prüfen - Voreingestellter Verbindungsnetzbetreiber (VNB-Test)

Die Test-Rufnummern zur Feststellung der jeweiligen Voreinstellung des eigenen Anschlusses (PreSelection-Test) lauten

und sollten kostenlos zu einer entsprechenden Ansage des in der Vermittlungsstelle eingerichteten Verbindungsnetzbetreibers führen.

Bei Telekom-Anschlüssen ohne Pre-Selection erfolgt die Ansage der Telekom. Durch Wahl von 010... 0311 kann man auch erfahren, ob der gewählte Call-by-Call-Anbieter hier auch Orts-Verbindungen ermöglicht.

Einige Anschlussanbieter (Teilnehmernetzbetreiber, TNB) nutzen die 0317 als Alternative, damit ein Neukunde am Portierungstag prüfen kann, ob der Anbieterwechsel bereits durchgeführt wurde.

4 b

Verbindung - Herstellung und Abrechnung, Sondernummern

Mit der "Carrier Selection Phase II" haben die Netzbetreiber (u.a. Telekom) und die Regulierungsbehörde (Bundesnetzagentur) zum 04.07.2000 vereinbart, wie die Verbindungsführung zu bestimmten Sondernummern (Servicerufnummern, Mehrwertdienste) und deren Abrechnung festgelegt ist.

Die Auswahl eines Verbindungs-Netzbetreibers (VNB) mittels Call-by-Call bzw. Pre-Selection ist nur bei diesen Zielen im Inland (Ort/Fern/Mobilfunk) und bei Verbindungen ins Ausland möglich (weitere Definition jeweils über den Verweis):

Da hier eine zusätzlich vorgewählte Netzbetreiber-Auswahl (010..) von der Vermittlungsstelle berücksichtigt wird, muss theoretisch damit gerechnet werden, dass durch die Weiterleitung in das andere Betreiber-Netz eine eingerichtete externe Sperre in der Vermittlungsstelle (z.B. 008 für Satellitenfunk) evtl. nicht greift. Mit der Anschluss-Sperre der T-Com werden aber auch diese Verbindungen verhindert, da nicht sofort nach der Call-by-Call-Vorwahl in das gewünschte Netz geschaltet wird, sondern zunächst noch die ersten Ziffern der folgenden Rufnummer ausgewertet werden.

Bei allen anderen der unten folgenden Sondernummern ist keine Auswahl des VNB möglich. Eine vorangestellte Call-by-Call-Vorwahl wird herausgefiltert, eine evtl. vorhandene Pre-Selection (Voreinstellung) wird ignoriert.

Da bei den folgenden Zielen also von der Vermittlungsstelle nur die reine Sondernummer gewählt wird, können trotz 010-Vorwahl die in der Vermittlungsstelle eingerichteten Sperren greifen, bei 0900-Sperre ist ebenso 010...0900 nicht erreichbar. Dagegen kann eine nur lokal im Endgerät programmierte Wählsperre häufig überlistet werden, indem vor der Sperrnummer eine Call-by-Call-Vorwahl (z.B. 01033) gewählt wird.

Wählsperren ← Erläuterungen zum Schutz bei abgehenden Verbindungen in der Vermittlungsstelle

Online-Billing - Verbindung durch Anbieter des Anrufers (A)

Verbindungen zu folgenden Zugangskennzahlen werden immer durch den Netzbetreiber des Anrufers (A) hergestellt, also vom eigenen Anschlussanbieter (TNB, Teilnehmer-Netzbetreiber des Direkt-Anschlusses, meistens also noch T-Com). Die Preise sind für die jeweilige Vorwahl (und der evtl. folgenden Tarifkennung) festgelegt und für jedes dahinter folgende Ziel einheitlich, Call-by-Call bzw. Pre-Selection wird ignoriert (weitere Definition jeweils über den Verweis):

Da hier die Preise vom eigenen TNB festgesetzt sind, erfolgt die Berechnung direkt während der Verbindung (Online-Billing), eine Übermittlung von Tarifinformationen (Einheiten) zum Endgerät ist möglich. Die Abrechnung erfolgt dann vom TNB selbst als eigene Verbindung. Bei anderen Anschluss-Betreibern (z.B. Arcor, Versatel, HanseNet) können die Verbindungspreise und die jeweiligen Takte von denen der T-Com abweichen.

Verbindungen ← Weitere Infos zur Übermittlung von Tarifinformationen

Offline-Billing - Verbindung durch Anbieter des Angerufenen (B)

Folgende Verbindungen werden automatisch immer vom Netzbetreiber des Angerufenen (B) hergestellt, bei dem die gewählte Rufnummer eingerichtet ist, d.h. an dessen Netz der Dienst angeschaltet ist. Die Preise können unabhängig von der Vorwahl für jedes Ziel unterschiedlich sein und werden jeweils vom Dienste-Anbieter (Service-Provider, SP) bzw. dem jeweiligen Rufnummern-Inhaber individuell bestimmt, Call-by-Call bzw. Pre-Selection wird ignoriert (weitere Definition jeweils über den Verweis):

Anhand der eigentlichen Rufnummer kann nicht direkt abgelesen werden, wer der Dienstanbieter ist, und über welchen Netzbetreiber die Verbindung aufgebaut wird. Die Inhaber der einzelnen zugewiesenen Rufnummern bzw. Rufnummernblöcke werden von der Regulierungsbehörde (Bundesnetzagentur) in öffentlichen Listen geführt.

BNetzARufnummern-Abfrage bei der Bundesnetzagentur

Da für netzübergreifende Verbindungen, wie auch bei 010..., zusätzliche Abrechnungsverträge zwischen den jeweiligen Betreibern notwendig sind, sind diese Rufnummern meist nicht von allen Anschluss-Betreibern (TNB) aus erreichbar (häufig auch nicht vom Handy oder vom Ausland aus). Die Berechnung erfolgt erst bei Rechnungserstellung (Offline-Billing), eine unmittelbare Übermittlung von Tarifinformationen (Einheiten) zum Endgerät ist nur möglich, wenn entsprechende Charginginformationen vom Anbieter gesendet werden. Die Abrechnung erfolgt (wie beim Call-by-Call) als "Verbindung anderer Anbieter", da mit diesem Anruf ein zusätzlicher Vertrag mit dem Diensteanbieter abgeschlossen wurde.

Üblicherweise kann somit kein Call-by-Call über 010... (auch nicht über 0900) und kein Internet-by-Call über 019 1-4 von Direkt-Anschlüssen anderer TNB aus (Nicht-Telekom-Anschlüsse) genutzt werden, wenn der gewünschte Dienst nicht auch beim selben Anbieter geschaltet ist. Auch das Call-by-Call in das Netz der T-Com mittels 01033-Vorwahl bzw. Pre-Selection ist nicht mehr möglich (das Angebot wurde zum 01.07.2005 eingestellt).

4 c

Call-by-Call - 010-Anbieter ohne Anmeldung, Firmengruppen

Familien Anbieter Preise

Familien - Anbieter-Verwandtschaften der Verbindungsnetzbetreiber

Nachfolgend die vermutlichen Zugehörigkeiten der Call-by-Call-Anbieter mit 010-Vorwahlen zu bestimmten Firmengruppen oder Unternehmensverbünden, in Klammern sind (unsichere Kandidaten) gesetzt. Die Verwandtschaften ergeben sich entweder eindeutig aus deren AGB, beziehungsweise lassen sich ableiten aus identischen Adressen, Geschäftsführern oder auffälligen Ähnlichkeiten beim Webauftritt und der technischen Umsetzung (beispielsweise Domainregistrierung, Tarifansagen oder Nichterreichbarkeit bestimmter Rufnummernbereiche).

Die Verweise führen zu weiteren Angaben über den jeweiligen Anbieter, unverlinkte Netzvorwahlen sind derzeit nicht [mehr] nutzbar. Bei fetter Vorwahl werden deren Preise für ausgewählte Tarifbereiche im Inland berücksichtigt.

Verwandtschaften der Verbindungsnetzbetreiber im Call-by-Call / TeleFAQ.de © 14.12.2009 Druck-Info
Gruppen 010 1 x 010 2 x 010 3 x 010 4 x 010 5 x 010 6 x 010 7 x 010 8 x 010 9 x 010 0 xx
3U Holding 01017       01053 01067 01078 01086   010017
010060
freenet 01019 01024     01050   01074 01083    
01051 Telecom 01015 01026 01035 01047 01051   01071
01076
01081
01084
   
Callax Telecom   01027
01029
01030
01037
01042 01054
(01057)
01058
  01077     (010012)
010029
010054
010057
010058
First Telecom     01039           01099  
Prio Services /
one4one Services
    01032
01036
01045   01068       010011
Ventelo / QSC 01012     01040 01052   01079 01088 01097
01098
010018
010090
SNT         01055         010013
E.T.H. / milleni.com
↓ gehört seit 2010 zu Star
      01049     01073     010049
Star Communications         01059 01066 01072 01085 01094
01095
 
Eigenständige 010 1 x 010 2 x 010 3 x 010 4 x 010 5 x 010 6 x 010 7 x 010 8 x 010 9 x 010 0 xx
Verschiedene
Einzel-Anbieter
01013 01021 01033 01041 01056 01063 01070 01080 01090 010023
  01023 01038 01044     01075   01092 010040
  01028               010066

Selbstverständlich sind zu den Familienverhältnissen alle Angaben ohne Gewähr und rein spekulativ...

Anbieter - Anmeldefrei nutzbare Netz-Vorwahlen

Die folgenden 010-Vorwahlen können ohne Anmeldung von Anschlüssen der Telekom im Inland und ins Ausland verwendet werden, Verbindungen im eigenen Ort sind nicht bei allen Betreibern möglich. Für einige verlässliche Anbieter sind die Preise ausgewählter Tarifbereiche im Inland verzeichnet (siehe jeweils Verweis).

Druck-Info Ausdruck ergibt Liste nur mit Call-by-Call-Vorwahlen und Anbietern, externe Verweise werden ausgeblendet (Liste zuvor markieren).

0900... bleibt unberücksichtigt, da diese Rufnummern-Gasse laut Bundesnetzagentur für Call-by-Call nicht zulässig ist.

Preise - Inlandstarife ausgewählter Anbieter

Folgende Anbieter haben sich beim anmeldefreien Call-by-Call als verlässlich und seriös gezeigt. Diese 010-Vorwahlen können für die jeweils angegebenen Tarifbereiche im Inland empfohlen werden.

Die Verbindungspreise Anschlüsse dieser Anbieter sind zusätzlich zu den Inlandstarifen der Telekom-Anschlüsse in der Tabelle angegeben.

Zusätzlich zu den Call-by-Call-Anbietern aufgeführt sind dort auch einzelne Angebote für Internet-by-Call mit Schmalband-Zugang von Analog- und ISDN-Anschlüssen über die Online-Einwahl 019... (ohne weitere 010-Vorwahl zu nutzen).

Die Änderungen Meldungen bei den Tarifen der ausgewählten Anbieter werden mit Angabe des jeweiligen Gültigkeitsbeginns gemeldet.

Berücksichtigt werden vorrangig konstante Anbieter, Verlässlichkeit geht hier vor kurzzeitiger Zehntel-Cent-Ersparnis.
Unberücksichtigt bleiben Angebote mit irreführenden Tarifzeiten, einstündigen Lockpreisen, ungünstigem Abrechnungstakt größer als 60 Sekunden oder mit Zusatzkosten je Verbindung (Einwahlstrafe).

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