Verbindungen - Verwaltung einzelner und mehrerer Rufe TeleFAQ.de  01.10.2007

1. Belegt - Un-Erreichbar
• Besetzt oder nicht besetzt, Gassen-Besetzt
• Anklopfen (CW) - Signalisierung zulassen, annehmen/abweisen
• Besetzt bei Besetzt (BOB) - MSN belegt
2. Nochmal - Wiederholung
• Rückruf bei Besetzt (CCBS)
• Rückruf bei Nichtmelden (CCNR)
3. Halten - Abwechselnd
• Rückfragen/Makeln (HOLD oder CH)
• Umstecken am Bus (TP) - Parken
4. Konferenz - Gleichzeitig
• Dreierkonferenz (3PTY)
• Große Konferenz (CONF) - Zehnerkonferenz
5. Vermitteln - Verbunden
• Zusammenschalten von Verbindungen (ECT)
• Verbindung ohne Wahl - Direktruf, Babyruf
6. Kosten - Gebühren-Übermittlung
• Tarifinformation während (AOCD), nach (AOCE) oder vor (AOCS) der Verbindung
• Tarifinformation anfordern (AOCR) fallweise nur auf Abruf

Funktionen Basis-Infos zu PIN, MSN, ISDN-Dienste-Kennung, MFV, Keypad, *# siehe...

Gekennzeichnete Angaben gelten nur für die jeweilige Anschluss-Art: Analog = Analog bzw. ISDN = ISDN oder Analog und ISDN = alle
 
Die auf dieser Seite beschriebenen Leistungsmerkmale werden - je nach Funktion - beim Rufenden (A-Teilnehmer) bzw. beim Gerufenen (B-Teilnehmer) eingerichtet und gesteuert. Sie beziehen sich auf bestehende Verbindungen oder ankommende bzw. abgehende Rufe von/zu weiteren Anschlüssen (C-Teilnehmer).

1

Belegt

1 a

Besetzt - Basis-Infos, Besetzt oder nicht Besetzt, Gassen-Besetzt

Analog

Am Analog-Anschluss ist es eindeutig: Ein bereits benutzter Anschluss ist besetzt. Weitere Anrufer hören das Besetzt-Zeichen, der Gerufene erhält keine Signalisierung über die weiteren Rufe. Dieses Verhalten wird erst durch Aktivierung des externen Leistungsmerkmals Anklopfen in der Vermittlungsstelle (VSt) des Angerufenen geändert.

ISDN

Bei ISDN ist das Verhalten durch die mehrfachen Rufnummern (MSN) und B-Kanäle (Nutzkanäle) grundsätzlich anders: Weitere Anrufer werden über den D-Kanal (Steuerkanal) dem Gerufenen zunächst immer signalisiert, das Anklopfen kann nicht in der Vermittlungsstelle deaktiviert werden. Die gewünschte Reaktion wird von den Endgeräten bestimmt, d.h. diese müssen das Anklopfen zulassen oder ablehnen.

Nach Anwahl eines ISDN-Anschlusses erhält der Anrufer von der Vermittlungsstelle kein Besetzt-Zeichen, wenn mindestens ein bereits benutztes Telefon das Anklopfen (auf dieser MSN) zulässt, auch wenn alle B-Kanäle belegt sind.

Um bei noch freiem B-Kanal die Annahme weiterer Rufe durch andere Geräte auf der bereits genutzten MSN zu verhindern, benötigt man die Funktion Besetzt bei Besetzt, durch die dem Anrufer von der Vermittlungsstelle der Besetzt-Zustand signalisiert wird. Ansonsten gilt der Ruf für den Anrufer nicht als Anklopfen, wenn er von weiteren freien Geräten signalisiert wird. Der Anrufer hört dann generell das Freizeichen, und nicht die bei einigen Vermittlungsstellen mögliche Ansage "...Sie klopfen an".

Generell gilt bei ankommenden Anrufen: Hat nach 4 Sekunden überhaupt kein ISDN-Endgerät auf die gerufene MSN reagiert, wiederholt die Vermittlungsstelle die Signalisierung des Anrufs. Fühlt sich auch nach insgesamt 8 Sekunden kein Gerät am angerufenen Anschluss zuständig, gilt bereits der Ruf als nicht angenommen. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn momentan kein (betriebsbereites) ISDN-Gerät am S0-Bus angeschlossen ist, welches auf die gewünschte MSN reagiert (z.B. ausgeschalteter Fax-PC). Der Anrufer hört dann das Besetzt-Zeichen oder die Ansage "Der Anschluss ist vorübergehend nicht erreichbar" (abhängig auch vom Netz des Anrufers). Der gerufene Anschluss gilt hierbei aber nicht als besetzt, d.h. eine evtl. dort eingerichtete AWS BESETZT greift ebenso wenig wie eine AWS VERZÖGERT (auch nicht zur T-NetBox). Der Anrufer kann hier auch nicht Rückruf bei Besetzt oder Rückruf bei Nichtmelden aktivieren.

Gassen-Besetzt

Das "normale" Besetzt-Zeichen (1 Ton je Sekunde) ist zu hören, wenn der angewählte Ziel-Anschluss belegt ist. Dagegen signalisiert das schnellere Gassenbesetzt (Fast Busy, 2 Töne je Sekunde), dass bereits vor dem gewünschten Anschluss die Leitungen im Netz überlastet sind. Es kann aber auch anzeigen, dass der Angerufene diese Verbindung nicht zulässt, z.B. durch aktives Abweisen bzw. eingerichtete Anrufer-Filter. Auch eine abgehende Sperre am eigenen Anschluss wird üblicherweise mit Gassenbesetzt quittiert. Da in allen Fällen kein echter Besetzt-Zustand beim Angerufenen vorliegt, kann kein Rückruf bei Besetzt aktiviert werden und eine evtl. dort eingerichtete AWS BESETZT greift nicht.

1 b

Anklopfen
Call Waiting (CW)

Basis-Infos ↑ Besetzt

Merkmal

Das Leistungsmerkmal Anklopfen (CW) signalisiert während einer bestehenden Verbindung weitere eingehende Anrufe beim gerufenen Anschluss.

Kosten

T-Home

Bei der Telekom Anschlüsse ist dieses Leistungsmerkmal am

Berechnet werden dem Anwender der Funktion

Bei der Steuerung und Änderung des Merkmals durch den Nutzer fallen keine Kosten an. Die Signalisierung der weiteren Anrufe wird nicht berechnet.

Funktion

Das Anklopfen muss als Leistungsmerkmal (nur) beim Angerufenen (B-Teilnehmer) eingerichtet sein, und ist ausschließlich von diesem steuerbar. Während einer eigenen bestehenden Verbindung (kommend oder gehend) kann man sich über weitere ankommende Rufe informieren lassen, hierzu muss die Signalisierung weiterer Anrufe eingeschaltet sein (Anklopfen zulassen).

Der Anrufer (A-Teilnehmer) kann einen belegten Anschluss nur erreichen, wenn der Angerufene das Anklopfen zugelassen hat. Der wartende Anklopfer hört dann statt eines Besetzt-Zeichens das Freizeichen, kann in diesem Fall aber nicht unbedingt erkennen, dass der Gerufene bereits spricht. Bei einigen Vermittlungsstellen hört der Klopfende allerdings stattdessen eine Ansage wie "Der gewünschte Gesprächspartner ist besetzt. Es wird angeklopft, bitte warten Sie." (abweichend bei verschiedenen Netzbetreibern). Der weitere Anrufer hat selbst keinen Einfluss darauf, ob sein Ruf beim besetzten Ziel-Anschluss signalisiert wird, er kann sein Anklopfen auch nicht verhindern.

Technisch leider wenig sinnvoll hat die T-Com die eigentlich praktische Information über den besetzten Zielanschluss umgesetzt, da dem Angerufenen das Anklopfen bereits gleichzeitig mit der Ansage signalisiert wird. Vorteilhafter wäre hier ein Text wie "Ihr Gesprächspartner ist besetzt. Möchten Sie anklopfen, dann legen Sie jetzt nicht auf" mit erst anschließend verzögerter Signalisierung beim Gerufenen. So hätte der Anrufer die Möglichkeit, seinen vielleicht wenig dringlichen Ruf bei Bedarf erst später "in Ruhe" zu wiederholen, ohne dass der schon sprechende Partner über den Anrufversuch bereits informiert wurde (ggf. sogar mit Rufnummern-Übermittlung).

Einem rufenden ISDN-Anschluss (A) kann zur Anzeige an seinen geeigneten Endgeräten von der Vermittlungsstelle des Gerufenen (B) rückgemeldet werden, dass er gerade anklopft. Die Übermittlung dieser Signalisierung (call is a waiting call) hängt von der Einstellung in der Vermittlungsstelle von B ab und wird von dessen Anschluss-Betreiber (TNB) fest de-/aktiviert (Änderung wird von der T-Com nicht offiziell angeboten).

Zulassen der Signalisierung weiterer Anrufe

Die Meldung weiterer Anrufe durch die Vermittlungsstelle wird für den eigenen Anschluss de-/aktiviert.

Anklopfen (CW) - Signal. zulassen
    Ein   Aus   Prüfen
Analog   * 43 #   # 43 #   *# 43 #
 
    Gilt bei der Telekom nur für T-Net.

Bei T-ISDN ist die Signalisierung nicht in der Vermittlungsstelle steuerbar. Das Anklopfen wird hier als Funktion der einzelnen ISDN-Geräte de-/aktiviert, bei einigen Geräten möglicherweise auch für jede eingetragene MSN individuell (siehe Geräte-Anleitung).
 
Hinweis: Anders als bei der Telekom kann mit dem Steuercode 43 an Anschlüssen anderer Netzbetreiber eventuell die ISDN-Funktion Besetzt bei Besetzt (BOB) gesteuert werden.

Steuerung - Annehmen/Abweisen des Anklopfenden

Der Angerufene kann auf das Anklopfen folgendermaßen reagieren:

Anklopfenden (CW) - Ruf
    Annehmen   Abweisen
Analog   R 2   R 0
 
    Wenn Signalisierung Ein.

Bei ISDN werden die Funktionen Annehmen und Abweisen über das Menü des (bereits benutzten) Gerätes im Display angeboten bzw. per (Tasten-)Bestätigung mit dem Funktionalen Protokoll Dies & Das ausgelöst.

Hinweise - Analog

Wurde am angerufenen T-Net-Anschluss der Anklopfende nicht innerhalb von 30 Sekunden angenommen, bekommt er eine Ansage wie "Dieser Anschluss ist vorübergehend nicht erreichbar, bitte rufen Sie später wieder an" oder das Besetzt-Zeichen (schnelleres Gassen-Besetzt), ebenso wie beim vorzeitigen Abweisen. Auch in diesen beiden Fällen greift eine beim Angerufenen evtl. aktivierte AWS BESETZT nicht. Eine AWS VERZÖGERT kann durch Abweisen vor Ablauf der festgelegten Wartezeit verhindert werden.

Beim Analog-Anschluss wird der Anklopf-Ton und (falls übermittelt) die Rufnummer des Anklopfenden (wird nur von geeigneten Endgeräten angezeigt) als akustisches Signal direkt in die bestehende Verbindung eingespielt, und kann beim Fax-/Modem-Betrieb die Übertragung stören. Daher sollte man die Signalisierung vor dem Verbindungsaufbau in der Vermittlungsstelle ausschalten (Anklopfschutz).

Hinweise - ISDN

Bei ISDN wird der weitere Anruf von der Vermittlungsstelle nicht akustisch, sondern zusammen mit der Rufnummer (CLIP on CW bzw. CLIP of Hook, falls übermittelt) über den D-Kanal generell signalisiert. Die eigentliche akustische bzw. optische Meldung wird jeweils an den einzelnen Geräten ein-/ausgeschaltet, das Anklopfen ist dann nur an den gewünschten Telefonen wirksam. Ein weiterer Anrufer erhält nur dann unmittelbar Besetzt-Zeichen, wenn bei allen Geräten Anklopfen deaktiviert ist, und auch kein anderes Gerät am S0-Bus auf die gewählte MSN reagiert. Eine evtl. eingerichtete AWS BESETZT greift auch nur in diesem Fall.

Die Signalisierung weiterer Anrufer (maximal 4) durch die Vermittlungsstelle erfolgt auch dann, wenn bereits alle B-Kanäle belegt sind. Ein gerade benutztes Telefon reagiert dabei wie üblich auf alle gerufenen MSN des Anschlusses, sofern es sich für diese zuständig fühlt (wenn diese ebenfalls im Gerät eingetragen sind). Der Anklopfer wird dann per Makeln über den selben B-Kanal angenommen, während die bisherige Verbindung in der Vermittlungsstelle inaktiv gehalten wird.

Wenn noch ein B-Kanal frei ist, klingeln auch weitere Telefone, die auf die gerufene MSN reagieren, auch wenn es sich um die bereits genutzte MSN der aktiven Verbindung handelt. Dies gilt auch, wenn Anklopfen beim schon benutzten Gerät ausgeschaltet ist, für das zusätzlich klingelnde Telefon handelt es sich ohnehin nicht um einen Anklopfenden (bei ISDN bezieht sich Anklopfen auf besetzte Geräte, nicht auf den Anschluss). Bei Annahme des Rufes über ein weiteres Telefon wird die Verbindung über den zweiten B-Kanal hergestellt.

Wurde der Anklopfende nach 120 Sekunden nicht angenommen oder vorzeitig abgewiesen, erhält er Besetzt-Zeichen. Eine AWS BESETZT greift nicht, eine AWS VERZÖGERT wird durch Abweisen vor Ablauf der festgelegten Wartezeit verhindert.

Abweisen ist ausschließlich am bereits benutzten Gerät (an dem gerade angeklopft wird) möglich und funktioniert nur, wenn kein anderes Gerät am S0-Bus auf den weiteren Anruf für diese MSN reagiert (klingelt).

1 c

Besetzt bei Besetzt
Busy On Busy (BOB)

Basis-Infos ↑ Besetzt

Dieses Leistungsmerkmal ist nur bei ISDN-Anschlüssen möglich.

Die Funktion Besetzt bei Besetzt (Busy-by-Busy) bezieht sich auf die MSN, die bei der bereits bestehenden Verbindung genutzt wird (als abgehende MSN, bzw. als angerufene MSN). Prinzipiell können an einem ISDN-Anschluss alle gleichzeitigen Verbindungen über die selbe MSN geführt werden, ohne dass hier ein Besetzt-Fall eintritt. Angerufene ISDN-Anschlüsse signalisieren erst dann Besetzt, wenn alle B-Kanäle belegt sind, und wenn dort ein weiteres Anklopfen durch die Endgeräte nicht zugelassen wird.

Wenn während des Anklopfens an einem ISDN-Anschluss noch ein B-Kanal frei ist, klingeln auch andere Telefone, die ebenfalls auf die angewählte MSN reagieren, der Anrufer erhält Freizeichen. Dies gilt auch, wenn am bereits genutzten Telefon eigentlich Anklopfen deaktiviert ist, da auch andere für diese MSN zuständige Endgeräte (z.B. integrierter Anrufbeantworter, PC-Karte) den zusätzlichen Anruf annehmen können. Diese weiteren Rufe auf einer bereits benutzten MSN können mit der Funktion Besetzt bei Besetzt verhindert werden. Die Reaktion entspricht dann einem besetzten analogen Anschluss mit deaktiviertem Anklopfen, weitere Anrufer hören Besetzt.

Die T-Com bietet dies nicht als externe Funktion in der Vermittlungsstelle an. Es muss hier über die entsprechende interne Funktion ("MSN besetzt", "Besetztsignal wenn MSN belegt") einer geeigneten TK-Anlage für die dort angeschlossenen Endgeräte realisiert werden. Es funktioniert hier aber nur dann, wenn kein anderes Gerät am externen S0-Bus (parallel zur TK-Anlage) auf den weiteren Anruf für diese MSN reagiert.

Bei anderen Anschluss-Betreibern (TNB) kann Besetzt bei Besetzt evtl. mit dem Code 43 (siehe Anklopfen zulassen) als externe Funktion für den gesamten Anschluss in der Vermittlungsstelle gesteuert werden.

2

Nochmal

2 a

Rückruf - Basis-Infos zur automatischen Wahlwiederholung

Prinzip

Die automatischen Rückruf-Funktionen überwachen den Anschluss eines nicht erreichten Partners (B-Teilnehmer) über einen bestimmten Zeitraum, und ersparen damit eine manuelle Wahlwiederholung. Wenn dann später eine erneute Anwahl möglich ist bzw. sinnvoll erscheint, wird dies dem ursprünglichen Anrufer (A-Teilnehmer) signalisiert. Dieser Rückruf erfolgt durch die Vermittlungsstelle am eigenen (freien) Anschluss für maximal 20 Sekunden, dabei wird zur Kontrolle auch die Rufnummer des gewünschten Ziels übermittelt.

Erst nach der Entgegennahme der Rückruf-Signalisierung bei A durch Abheben des Hörers wählt die Vermittlungsstelle von A (nicht das eigene Gerät) den gewünschten Anschluss von B erneut an. Es handelt sich hierbei im Prinzip um eine normale Wahlwiederholung durch A, d.h. dem Angerufenen B wird der Anruf nicht gesondert als Rückruf signalisiert, auch über einen vorliegenden Rückruf-Wunsch durch einen Wartenden wird er nicht informiert.

Da die Verbindung nicht von B hergestellt wird, entstehen diesem auch keine Kosten. Die Bezeichnung "Rückruf" ist hier eigentlich irreführend, da es sich bei dieser Funktion nur um die Signalisierung einer möglichen Wiederanwahl handelt.

Ablauf

Beim Anrufer (A) muss das Leistungsmerkmal nutzbar sein, der angerufene Partner (B) benötigt dieses nicht.

Sollte der B-Teilnehmer jetzt (wieder) besetzt sein, bleibt die Funktion aktiv. Wenn der gerufene Anschluss frei ist (es klingelt), wird der Rückrufauftrag in der Vermittlungsstelle gelöscht - unabhängig davon, ob der Anruf entgegen genommen wird.

Wurde die Rückruf-Signalisierung der Vermittlungsstelle von A gar nicht angenommen, wird der Auftrag ebenfalls gelöscht, ohne dass B erneut angewählt wurde. Auch nach Ablauf der fest vorgegebenen maximalen Überwachungszeit wird der Rückrufauftrag von der Vermittlungsstelle wieder gelöscht, die Funktion kann aber auch selbst vorzeitig deaktiviert werden. Die Aktivierung gilt immer nur für den aktuellen Anruf, eine generelle automatische Aktivierung auch für künftige Besetzt- bzw. Nichtmelde-Fälle ist nicht möglich.

Technik

Voraussetzung für eine Rückruf-Aktivierung ist, dass die Vermittlungsstelle des Angerufenen (B) diese Möglichkeit an die Vermittlungsstelle des Anrufers (A) übermittelt hat. Mit der Aktivierung durch A wird der Rückruf-Wunsch sowohl in der Vermittlungsstelle des Anrufers im Wartefeld A, als auch beim Angerufenen in dessen Wartefeld B gespeichert. Stellt die überwachende B-Vermittlungsstelle später eine mögliche Erreichbarkeit fest, teilt sie dies der A-Vermittlungsstelle mit. Diese signalisiert dann dem ursprünglichen Anrufer den möglichen Rückruf. Sollte der A-Teilnehmer selbst gerade besetzt sein, erfolgt die Signalisierung nicht mittels Anklopfen, sondern erst nach dem Freiwerden des eigenen Anschlusses.

Das Wartefeld A sammelt die selbst aktivierten Rückruf-Aufträge und ist nur verfügbar, wenn das entsprechende Leistungsmerkmal am eigenen Anschluss (A) auch nutzbar ist. Liegt bereits ein identischer Eintrag vor, wird der Auftrag nicht erneut angenommen. Es ist üblicherweise ein Eintrag je Rückruf-Variante möglich, bei ISDN je MSN. Somit ist bei ISDN auf der selben MSN neben Rückruf bei Besetzt gleichzeitig auch ein weiterer Auftrag für Rückruf bei Nichtmelden aktivierbar. Standardmäßig sind am ISDN-Anschluss insgesamt 5 Einträge im Wartefeld A möglich.

Das Wartefeld B speichert den Rückruf-Wunsch eines Anrufers unabhängig davon, ob der Angerufene (B) selbst das Leistungsmerkmal nutzen kann. Hier ist üblicherweise nur ein einziger Eintrag möglich (Maximalwert = 1). Es kann also immer nur ein einzelner Anrufer für eine Rückruf-Signalisierung vorgemerkt werden, weitere Anrufer bei B können dann keine Rückruf-Aufträge aktivieren. Prinzipiell können von der Vermittlungsstelle Einträge in das Wartefeld B auch ganz verhindert werden (Maximalwert = 0). Der eigene Anschluss wäre dann für Rückruf-Wünsche generell gesperrt, d.h. Anrufer können die Funktion nicht aktivieren. Diese Einstellung der maximalen Anzahl von Überwachungsaufträgen (subscription option) wird in der Vermittlungsstelle des eigenen Anschluss-Betreibers (TNB) fest vorgenommen (Änderung wird von der T-Com nicht offiziell angeboten).

Bei T-ISDN kann die Anzahl der möglichen Einträge in die Wartefelder bei Aktivierung mittels Funktionalem Protokoll (statt mit Keypad) auch größer sein: Im Wartefeld A sind gemeinsam für CCBS und CCNR maximal 3 Aufträge je MSN möglich. Bei Wartefeld B gilt gemeinsam für CCBS und CCNR für jede MSN standardmäßig Maximalwert = 2, kann von der T-Com pro MSN aber auch wahlweise auf 0 bis 5 eingestellt werden. Eine Begrenzung für den gesamten Anschluss ist nicht festgelegt.

Netze

Die Rückruf-Funktionen werden vom Anschlussbetreiber für die Anwahl anderer Anschlüsse im eigenen Netz angeboten, sie können prinzipiell aber auch für Verbindungen in andere Netze (auch Mobilfunk) genutzt werden. Voraussetzung für die Überwachung von (Festnetz-)Anschlüssen anderer Betreiber (z.B. bei Verbindung Telekom - Arcor) ist die vereinbarte technische Verknüpfung der jeweiligen Netzbetreiber zur Signalisierung der Rückrufe, dies ist bei Netzen im Ausland üblicherweise nicht gegeben.

Wird von T-Com-Anschlüssen aus bei der ursprünglichen Anwahl eine Call-by-Call-Vorwahl (010...) benutzt bzw. eine Pre-Selection berücksichtigt, ist eine mögliche Aktivierung des Rückrufs ebenfalls von der Unterstützung durch den gewählten Anbieter abhängig. Die wiederholte Anwahl wird dann über diesen Anbieter ausgeführt, eine ersatzweise Verbindungsherstellung über das T-Com-Netz findet nicht statt.

Die erneute Anwahl durch den angebotenen Rückruf erfolgt somit über genau die gleiche Nummer, die zuvor angewählt worden war. Berechnet werden hergestellte Verbindungen ohne Aufschläge so wie selbst gewählt, dabei werden vorhandene Spezialtarife wie üblich berücksichtigt.

Hinweise

Da der erneute Verbindungsaufbau durch die Vermittlungsstelle erfolgt, können die eigenen Geräte diesen nicht unbedingt als selbst hergestellten abgehenden Anruf erkennen. Dies betrifft die geräteinterne Speicherung von Gesprächsdaten, insbesondere bei TK-Anlagen auch die eigenständige Kostenermittlung (wenn diese nicht auf der Gebühren-Übermittlung aus dem Netz basiert). Problematisch kann dies für die Erfassung in Firmen oder Hotels sein, da die Abrechnung hier erst mit der nächsten Rechnung möglich wird.

Eine Rückruf-Aktivierung ist im Allgemeinen nicht möglich, wenn das Ziel eine Durchwahlnummer (z.B. Firmen mit Anlagenanschluss) oder eine Sondernummer (z.B. 0180, 0900, 0800) ist, oder wenn bereits schon andere Anrufer beim Angerufenen mittels Rückrufauftrag warten. Gelegentlich wird ein Rückruf zwar zunächst von der Vermittlungsstelle angeboten, beim Aktivierungsversuch dann aber doch abgelehnt (beim Rückruf bei Besetzt auch nach Ablauf der Aktivierungsfrist von 20 Sekunden). Am Anschluss kann immer nur 1 Rückrufauftrag zur gleichen Zeit aktiv sein, bei ISDN je Rückruf-Variante 1 Auftrag je MSN (am ISDN-Anschluss insgesamt 5 Rückrufaufträge gleichzeitig).

Achtung: Ein eingeschalteter Anrufbeantworter am eigenen Anschluss, der innerhalb von 20 Sekunden reagiert, kann den Rückruf der Vermittlungsstelle annehmen und dadurch mit dem ursprünglich angerufenen Partner verbinden.

Eine am Analog-Anschluss aktivierte AWS SOFORT oder Weiterleitung zur T-NetBox kann durch den Rückruf den zuvor Angerufenen mit dem entsprechenden AWS-Ziel verbinden.

Bei ISDN greift eine externe AWS SOFORT (bzw. Weiterleitung zur T-NetBox) nicht bei einem Rückruf der Vermittlungsstelle.
 
Nach Aktivierung mittels Keypad-Code signalisieren üblicherweise alle Geräte den Rückruf, welche auf die entsprechende MSN reagieren. Wird dagegen ein Rückruf (bei Besetzt) mit dem Funktionalen Protokoll eingeschaltet, registriert die Vermittlungsstelle auch die TEI Dies & Das (dynamische ISDN-Endgerätenummer). Diese wird dann zusammen mit der späteren Rückruf-Signalisierung an den Anschluss übermittelt, sodass nur das ursprünglich funktionsauslösende Gerät reagiert. Dieses kann auch anzeigen, dass es sich um einen Rückruf handelt (z.B. mit "RR:Rufnummer"), da diese Information von der Vermittlungsstelle zusätzlich über den D-Kanal übertragen wird. Dadurch kann das ISDN-Gerät auch einen (unsinnigen) Eintrag in die Anruferliste unterlassen und die Annahme des Rückrufs durch einen (integrierten) Anrufbeantworter unterbinden.

Eine nach Aktivierung eines Rückrufs beim Anrufer eingerichtete abgehende Sperre verhindert nicht die Signalisierung des möglichen Rückrufs am eigenen Anschluss. Erst nach der Entgegennahme der Benachrichtigung greift die Sperre und verhindert die Wiederanwahl der ursprünglich gewünschten Rufnummer, falls diese von der Sperre betroffen ist.

2 b

Rückruf bei Besetzt
Completion of Calls to Busy Subscriber (CCBS)

Basis-Infos ↑ Rückruf

Kosten

T-Home

Bei der Telekom Anschlüsse ist dieses Leistungsmerkmal enthalten bei folgenden Anschlussarten.

Dem Anwender entstehen keine nutzungsabhängigen Zusatzkosten, die Verbindung wird so wie selbst gewählt berechnet.

Funktion

Der Rückruf bei Besetzt erfolgt, wenn der gewünschte Anschluss wieder frei ist (der ursprünglich Angewählte hat aufgelegt). Der Rückrufauftrag bleibt für maximal 45 Minuten aktiv.

Sprach-Aktivierung

Seit dem 01.02.2005 ist bei der T-Com die Aktivierung auch per Sprachsteuerung möglich:

  1. Anwahl des Partners, bei belegtem Anschluss erfolgt (wenn Aktivierung möglich) nach dem 3. Besetzt-Ton die
  2. Ansage "Die gewählte Rufnummer ist besetzt. Möchten Sie den Service von T-Com nutzen und verbunden werden, sobald diese frei ist, sagen Sie jetzt bitte JA".
  3. Antwort "Ja" innerhalb von 20 Sekunden aktiviert die Funktion wie üblich, sie ist eingeschaltet nach der folgenden
  4. Bestätigung "Das Dienstmerkmal ist aktiviert", anschließend auflegen. Nach der späteren Entgegennahme der
  5. Signalisierung meldet die Vermittlungsstelle "Ihr Rückruf wird aufgebaut" und wählt dann den Partner erneut an.

Wurde am Analog-Anschluss die Anwahl nicht per Mehrfrequenzwahlverfahren (MFV, Tonwahl), sondern mit dem älteren Impulswahlverfahren (IWV) vorgenommen, muss trotz Ansage und Antwort "Ja" mit der negativen Bestätigung "...nicht möglich" gerechnet werden.

Ältere ISDN-Geräte (Telefone oder TK-Anlagen) erzeugen evtl. ein eigenes Besetzt-Zeichen und trennen die B-Kanal-Verbindung zur Vermittlungsstelle, hier ist dann keine Steuerung per Sprache möglich. Die sprachgesteuerte Aktivierung wird nur bei T-ISDN Mehrgeräteanschlüssen angeboten, nicht bei Anlagenanschlüssen.

Die sonst übliche Steuerung ist auch weiterhin möglich, die vorzeitige Deaktivierung ist nur per Eingabe erreichbar.

Steuerung

Die Funktion muss nach Anwahl eines besetzten Anschlusses vor dem Auflegen innerhalb von 20 Sekunden aktiviert werden. Dies wird sprachgesteuert angeboten oder geschieht durch Eingabe der Befehle.

Rückruf bei Besetzt (CCBS)
    Ein   Aus   Prüfen
Analog   R * 37 #   # 37 #   *# 37 #
 
    Ein   Aus   Prüfen
ISDN     * 37 #   # 37 #   *# 37 #
ISDN erweitert             *MSN   *MSN
 
ISDN erweitert   Ohne Angabe gilt abgehende MSN.

Bei ISDN wird nach der Anwahl ein möglicher Rückruf vorab von der Vermittlungsstelle über den D-Kanal signalisiert. Er wird üblicherweise von ISDN-Geräten im Display angeboten, und kann dann mittels Menü-Auswahl oder spezieller Taste per Funktionalem Protokoll Dies & Das aktiviert werden.

Hinweise

Ein Rückruf bei Besetzt kann nur aktiviert werden, wenn von der Vermittlungsstelle des Angerufenen der gewünschte Anschluss tatsächlich als besetzt gemeldet wird. Dies ist nicht der Fall, wenn dort Anklopfen aktiviert ist (der Anrufer hört das Freizeichen), bzw. wenn bei ISDN der Ruf über weitere Kanäle/Geräte signalisiert wird oder kein Gerät auf die gewählte MSN reagiert. Auch ein Gassen-Besetzt zeigt nicht den Besetzt-Zustand des angewählten Anschlusses an.

Bei T-Com-Anschlüssen ist eine Rückruf-Aktivierung angeblich (und merkwürdigerweise) nicht möglich, wenn beim angerufenen Anschluss eine Anrufweiterschaltung VERZÖGERT (auch zur T-NetBox) eingerichtet ist, obwohl diese AWS-Variante bei besetztem Anschluss sowieso nicht zum Zuge kommen kann.

Benutzt ein rufendes ISDN-Gerät eine andere Dienstekennung als "Sprache", wird evtl. keine Rückruf-Aktivierung angeboten oder angenommen. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn bei einer TK-Anlage der beim Anruf genutzte a/b-Port auf "Mulitfunktional" bzw. "Kombiport" statt auf "Telefon" konfiguriert ist.

2 c

Rückruf bei Nichtmelden
Completion of Calls on No Reply (CCNR)

Basis-Infos ↑ Rückruf

Kosten

T-Home

Bei der Telekom Anschlüsse ist dieses Leistungsmerkmal enthalten bei folgenden Anschlussarten.

Dem Anwender entstehen keine nutzungsabhängigen Zusatzkosten, die Verbindung wird so wie selbst gewählt berechnet.

Funktion

Der Rückruf bei Nichtmelden erfolgt, wenn der gewünschte Anschluss wieder benutzt wurde (Aktivität beim ursprünglich Angewählten, z.B. Beendigung einer Verbindung oder auch nur Abheben/Auflegen). Der Rückrufauftrag bleibt für maximal 180 Minuten aktiv.

Steuerung

Die Funktion muss nach Anwahl eines freien Anschlusses vor dem Auflegen während der Rufphase aktiviert werden (maximal 120 Sekunden).

Rückruf bei Nichtmelden (CCNR)
    Ein   Aus   Prüfen
ISDN   * 10 #   # 10 #   *# 10 #
ISDN erweitert           *MSN   *MSN
 
ISDN erweitert   Ohne Angabe gilt abgehende MSN.

Bei ISDN wird nach der Anwahl ein möglicher Rückruf vorab von der Vermittlungsstelle über den D-Kanal signalisiert. Er wird üblicherweise von ISDN-Geräten im Display angeboten, und kann dann mittels Menü-Auswahl oder spezieller Taste per Funktionalem Protokoll Dies & Das aktiviert werden.
Ältere ISDN-Geräte müssen für das Einschalten (nach der Display-Anzeige "CCNR moeglich") vor der oben angegebenen Befehlsfolge ggf. zunächst auf Keypad umgeschaltet werden.

Hinweise

Ein ausgeführter Rückruf löscht den Auftrag in der Vermittlungsstelle, wenn der angerufene Anschluss hierbei frei ist. Sollte sich der Angewählte wieder nicht melden, müsste der Rückrufauftrag nun während der Rufphase erneut aktiviert werden.

Da der Rückruf bei Nichtmelden nur in der Rufphase (während es klingelt) eingeschaltet werden kann, muss er aktiviert werden, bevor beim Angerufenen ein Anrufbeantworter reagiert. Wird später aber ein anderer Anrufer beim gewünschten Ziel vom dortigen Anrufbeantworter angenommen, löst dies den Rückruf der Vermittlungsstelle beim eigenen Anschluss aus (eine echte Anwesenheits-Kontrolle des "Überwachten" ist also nicht möglich).

Dies & DasHINWEIS: Freigeschaltetes CCNR kann zu Störungen bei ISDN-Geräten führen

3

Halten

3 a

Rückfragen/Makeln
Call Hold (HOLD oder CH)

Kosten

T-Home

Bei der Telekom Anschlüsse ist dieses Leistungsmerkmal enthalten bei folgenden Anschlussarten.

Dem Anwender entstehen keine nutzungsabhängigen Zusatzkosten, ihm werden nur die selbst gewählten Verbindungen berechnet, auch weiterhin während des inaktiven Haltens.

Funktion

Mit Rückfragen/Makeln kann bei gleichzeitigem Halten einer bereits bestehenden Verbindung zusätzlich noch eine zweite Verbindung auf der selben Leitung (bei ISDN über den selben B-Kanal) aufgebaut werden,

Jeweils eine Verbindung wartet inaktiv in der Vermittlungsstelle (Halten), wobei zwischen den parallelen Verbindungen gewechselt werden kann (Makeln), oder beide zur Dreierkonferenz zusammengeschaltet werden können.

Der Wartende einer inaktiven Verbindung hört von der Vermittlungsstelle eine Ansage wie "Ihre Verbindung wird gehalten, bitte warten Sie." (abweichend bei verschiedenen Netzbetreibern). Es gibt keine maximale Zeitbegrenzung nach der die Vermittlungsstelle die Verbindung automatisch trennt.

Steuerung

Bei bereits bestehender/n Verbindung/en gibt es folgende Möglichkeiten:

Rückfragen/Makeln (HOLD)
    Rückfragen   Makeln   Beenden
Analog   R Rufnummer   R 2   R 1
 
    Gilt nur für Analog-Anschlüsse.

Kommt nach Rückfragen und Eingabe der Rufnummer keine Verbindung zustande (Angerufener meldet sich nicht oder ist besetzt), kann man mit Beenden zur gehaltenen Verbindung zurückkehren.

Wenn der Partner der aktiven Verbindung auflegt erhält man ein Besetzt-Zeichen, man kann dann mit Beenden oder Makeln zur gehaltenen Verbindung wechseln.

Bei ISDN wird das Rückfragen/Makeln (Halten) und Beenden über das Menü des Gerätes im Display angeboten bzw. per (Tasten-)Bestätigung mit dem Funktionalen Protokoll Dies & Das gesteuert.

Hinweise - Analog

Die jeweils aktive Verbindung kann jederzeit durch Auflegen beendet werden (wird dann nicht gehalten). Besteht am Analog-Anschluss beim Auflegen noch eine gehaltene Verbindung, erfolgt von der Vermittlungsstelle für maximal 15 Sekunden ein Erinnerungsruf, bei Nichtannahme wird die Verbindung anschließend durch die Vermittlungsstelle getrennt. Damit ein Erinnerungsruf nicht von einem Anrufbeantworter angenommen wird, sollte dieser erst nach dem 4. Klingeln einschalten.

Die jeweils inaktiv wartende Verbindung kann direkt mit R 0 ohne vorheriges Makeln beendet werden, die aktive Verbindung bleibt bestehen.

Achtung: Zu unbeabsichtigten und unbemerkten Verbindungen in der Vermittlungsstelle kann es am Analog-Anschluss kommen, wenn man nach einem einfachen Gespräch die Gabel nur sehr kurz herunterdrückt, um anschließend eine andere Rufnummer anzuwählen. In diesem Fall kann es sein, dass die Vermittlungsstelle dies als Druck auf die R-Taste interpretiert (Rückfragen), und die bisherige Verbindung unbegrenzt (bzw. bis der vorige Partner auflegt) in der Vermittlungsstelle inaktiv hält. Deshalb sollte zwischen zwei Telefonaten der Hörer generell mindestens eine halbe Sekunde lang aufgelegt werden.

Während des Erinnerungsrufs am Analog-Anschluss kann man das Telefon auch ausstecken, um hier ein anderes Gerät einzustecken, oder um mit dem gezogenen Telefon an eine andere Dose zu wechseln. Somit kann man durch Drücken der R-Taste und nachfolgendem Auflegen die eigentlich nur bei ISDN vorgesehene Funktion Parken nachbilden, mit nur 15 Sekunden allerdings zeitlich stark verkürzt.

Hinweise - ISDN

Bei ISDN gibt es keinen Erinnerungsruf der Vermittlungsstelle, hier muss das eigene Endgerät selbsttätig signalisieren. Einige Geräte trennen aber beim Auflegen auch die noch gehaltenen Verbindungen ohne Hinweis.

Einem in der Vermittlungsstelle inaktiv wartenden ISDN-Partner wird das Halten auch über den D-Kanal mitgeteilt, es kann hier von geeigneten Geräten im Display angezeigt werden. Bei ISDN können auch mehrere verschiedene Verbindungen gleichzeitig in der Vermittlungsstelle gehalten werden, dies muss aber von einem geeigneten Endgerät unterstützt werden.

3 b

Umstecken am Bus
Terminal Portability (TP)

Kosten

T-Home

Bei der Telekom Anschlüsse ist dieses Leistungsmerkmal enthalten bei folgenden Anschlussarten.

Dem Anwender entstehen keine nutzungsabhängigen Zusatzkosten, ihm werden die selbst gewählten Verbindungen während des Parkens weiterhin berechnet.

Funktion

Das Umstecken am Bus (Endgerätewechsel) ermöglicht das Parken im Amt einer bestehenden Verbindung. Im Gegensatz zum Halten durch Rückfragen/Makeln wird nach dem Parken durch das Ziehen des Telefonsteckers die Verbindung in der Vermittlungsstelle nicht unterbrochen. Sie kann anschließend durch Wiederaufnahme (Entparken) mit einem anderen Endgerät bzw. an einer anderen Dose am S0-Bus des Anschlusses fortgeführt werden. Die maximale Parkzeit für den Gerätewechsel ist nach 3 Minuten überschritten, danach wird die Verbindung durch die Vermittlungsstelle getrennt.

Steuerung

Das "Parken" wird über das Menü des (bereits benutzten) Gerätes im Display angeboten und bestätigt, oder mit einer individuellen Gerätetaste per Funktionalem Protokoll Dies & Das ausgeführt. Um mehrere Verbindungen gleichzeitig zu parken, kann beim Parken eine 1- oder 2-stelllige Verbindungskennung (Rückholziffer) angegeben werden, mit der diese Verbindung dann wieder aufgenommen wird (Bedienung siehe Geräte-Anleitung).

Inkompatibel

Einige Geräte verlangen immer einen 2-stelligen Parkcode, andere wiederum lassen nur 1-stellige Verbindungskennungen zu. Zwischen diesen Geräten ist dann keine Verbindungsweitergabe möglich, außer beide Geräte können auch ohne Angabe einer Kennung parken.

Die "Wiederaufnahme" der Verbindung am neuen Ort erfolgt dann entsprechend (wenn angegeben) mit der selben Kennung.

Hinweise

Für jede geparkte Verbindung wird ein B-Kanal reserviert, damit die Verbindung später auch sicher wieder aufgenommen werden kann. Somit ist ein Basis-Mehrgeräteanschluss durch 2 gleichzeitig geparkte Verbindungen währenddessen blockiert.

Das Parken eignet sich für das Weitergeben eines Gespräches an ein anderes Telefon des selben ISDN-Anschlusses. Allerdings muss es auf Zuruf dort erst manuell herangeholt werden, da es am gewünschten Apparat nicht klingelt (für ein echtes internes Weitervermitteln benötigt man eine Telefonanlage, die den Endgeräten vorgeschaltet ist). Der wartende Partner hört (anders als beim Halten) während des Parkens keine Ansage (Stille), einem ISDN-Anschluss wird aber (zur Display-Anzeige) das Parken über den D-Kanal signalisiert.

Beim Analog-Anschluss wird prinzipiell durch das Ziehen des Telefonsteckers eine bestehende Verbindung getrennt. Um dennoch das Gerät oder die Dose zu wechseln, kann man den Erinnerungsruf der Vermittlungsstelle beim Halten (Rückfragen/Makeln) nutzen, allerdings mit nur 15 Sekunden zeitlich stark verkürzt.

4

Konferenz

4 a

Dreierkonferenz
3rd ParTY (3PTY) - oder -
Three ParTY conference

Merkmal Kosten Funktion Steuerung Hinweise

Merkmal

Das Leistungsmerkmal Dreierkonferenz (3PTY) ermöglicht das gleichzeitige Telefonieren mit zwei verschiedenen Gesprächspartnern über eine Leitung. Hierzu werden zwei unabhängige Verbindungen extern in der Vermittlungsstelle zusammengeschaltet, sodass dann alle drei Teilnehmer in einer Telefonkonferenz miteinander sprechen können.

Kosten

Für eine Dreierkonferenz werden zunächst zwei einzelne Verbindungen aufgebaut und auch getrennt berechnet. Beide Verbindungsabschnitte können unabhängig voneinander jeweils selbst hergestellt werden, oder durch Annahme eines eingehenden Rufes zustande kommen. Die jeweiligen Verbindungen werden als normales Gespräch immer dem Anrufer in Rechnung gestellt, der sie aufgebaut hat. Die Preise richten sich nach den vorhandenen Tarifen an den Anschlüssen der einzelnen Anrufer, bei entsprechendem Flattarif ihres Anschlussanbieters sind diese (ganz normalen) Verbindungen ebenfalls kostenlos.

Nach dem Zusammenschalten zur Dreierkonferenz bestehen die beiden ursprünglichen Verbindungen weiterhin und werden unverändert berechnet. Unabhängig von den einzelnen Verbindungskosten kann dem Initiator für das Einleiten der Konferenz zusätzlich ein Konferenzzuschlag durch seinen Anschlussbetreiber in Rechnung gestellt werden.

T-Home

Bei der Telekom Anschlüsse ist dieses Leistungsmerkmal enthalten ohne monatliche Zusatzkosten bei folgenden Anschlussarten.

Dem Anwender entstehen keine nutzungsabhängigen Zusatzkosten, ihm werden nur die selbst gewählten Verbindungen berechnet.

Der ursprünglich bei allen Privatkunden-Anschlüssen der Telekom neben den üblichen Verbindungspreisen für den Anwender (Initiator) fällige zeitabhängige Konferenzzuschlag von 6,3 Cent je Minute (auch bei vorhandenem Flat-/Spezialtarif) für das Zusammenschalten wird seit dem 01.10.2007 nicht mehr erhoben. Bei den Geschäftskundentarifen (Call Profi, BusinessCall) wurde üblicherweise auch früher schon kein Zuschlag erhoben.

Von Telekom-Anschlüssen aus können die einzelnen Verbindungen auch per Call-by-Call mittels 010-Vorwahl zu den Preisen des entsprechenden Anbieters aufgebaut werden, eine vorhandene Pre-Selection wird wie üblich berücksichtigt. Das Zusammenschalten zur Konferenz erfolgt in der Vermittlungsstelle immer durch die Telekom, daher wird auch hier der ehemals fällige Konferenzzuschlag von der Telekom nicht mehr berechnet.

Funktion

Mit der Dreierkonferenz können zwei bereits bestehende Verbindungen, die auf der selben Leitung (bei ISDN über den selben B-Kanal) aufgebaut sind, extern in der Vermittlungsstelle zusammengeschaltet werden.

Die 1. Verbindung kann selbst hergestellt oder durch einen eingegangenen Anruf aufgebaut worden sein. Die 2. Verbindung kann durch Annehmen eines Anklopfenden hergestellt werden, oder mittels Rückfragen vom selben Endgerät aus selbst aufgebaut werden, während die 1. Verbindung in der Vermittlungsstelle inaktiv gehalten wird.

Steuerung

Der Initiator (A) schaltet die durch ihn in der Vermittlungsstelle gehaltene 1. Verbindung (A-B) mit der aktiven 2. Verbindung (A-C) zusammen, sodass dann 3 Teilnehmer gleichzeitig miteinander verbunden sind (A-B-C).

Das Trennen durch den Initiator beendet lediglich die Konferenz, die einzelnen Verbindungen bestehen weiterhin wie zuvor (A-B gehalten und A-C aktiv). Es ist nun wie üblich Makeln bzw. Beenden möglich.

Dreierkonferenz (3PTY)
    Verbinden   Trennen
Analog   R 3   R 2
 
    Nur für Analog-Anschlüsse.

Durch Auflegen des Initiators wird sowohl die Konferenz getrennt, als auch beide Verbindungen beendet. Legt einer der anderen Teilnehmer auf, ist die Konferenz beendet und der Initiator ist nur noch mit dem weiteren Partner verbunden.

Bei ISDN wird die Dreierkonferenz über das Gerätemenü im Display angeboten bzw. per (Tasten-)Bestätigung mit dem Funktionalen Protokoll Dies & Das gesteuert.

Hinweise

Prinzipiell läuft das externe Makeln, Halten und die Konferenz in der Vermittlungsstelle immer nur über die eine Leitung des eigenen Anschlusses (bei ISDN über den selben einen B-Kanal, weitere B-Kanäle werden nicht belegt). Beteiligten Partnern mit ISDN-Anschlüssen wird (zur Display-Anzeige) über den D-Kanal signalisiert, dass sie in eine Konferenz einbezogen sind. Die jeweiligen Kosten der einzelnen beteiligten Verbindungen werden weiterhin wie üblich denen berechnet, die sie ursprünglich aufgebaut haben.

Eine Verkettung von externen Dreierkonferenzen wird durch die T-Com verhindert, d.h. die zugeschalteten Teilnehmer können selbst keine weiteren Verbindungen in der Vermittlungsstelle dazuschalten.

Bei ISDN kann man einen für die Dreierkonferenz fälligen Aufschlag vermeiden, wenn man mit einem geeigneten Endgerät die beiden Verbindungen intern über den 2. B-Kanal zusammenschaltet. Dies belegt dann allerdings beide Kanäle und wird auch nicht von allen Endgeräten unterstützt (ISDN-Geräte der Telekom ermöglichen evtl. nur die externe Konferenz). Auch Verkettungen durch die anderen Teilnehmer mit weiteren Anschlüssen ist hier möglich, die 3er-Konferenz kann somit beliebig erweitert werden.

4 b

Große Konferenz
CONFerence call (CONF)

Kosten

T-Home

Bei der Telekom wurde dieses Leistungsmerkmal nur für T-ISDN Mehrgeräteanschlüsse ohne monatliche Zusatzkosten angeboten und ist vermutlich nicht mehr verfügbar. Es ist seit dem 01.10.2004 aus den Leistungsbeschreibungen verschwunden, auch der nutzungsabhängige Konferenzzuschlag von damals 6,12 Cent je 20 Sekunden wurde aus den Preislisten entfernt.

Funktion

Die zusätzliche Große Konferenz ermöglicht bei ISDN das externe Zusammenschalten von bis zu 9 Verbindungen in der Vermittlungsstelle über einen B-Kanal.

Steuerung

Dieses Leistungsmerkmal ist nur über das Geräte-Menü mit dem Funktionalen Protokoll Dies & Das steuerbar.

Hinweise

Die Funktion wird nur von einigen Endgeräten unterstützt.

5

Vermitteln

5 a

Zusammenschalten von Verbindungen
Explicit Call Transfer (ECT)

Kosten

T-Home

Nicht mehr neu beauftragbar ist dieses Leistungsmerkmal bei der Telekom seit dem 01.08.2006.

Bei der Telekom Anschlüsse war dieses Leistungsmerkmal seit dem 01.05.2002 erhältlich und zusätzlich buchbar für folgende Anschlussarten.

Das Merkmal ist von Bestandskunden weiterhin nutzbar, berechnet werden monatlich 2,11 Euro.

Funktion

Mit dem Leistungsmerkmal Zusammenschalten von Verbindungen (Verbinden im Amt, Vermitteln im Amt, Gesprächsübergabe, Umlegen) kann bei ISDN eine bereits bestehende Verbindung über den selben B-Kanal (also nicht durch verschiedene Endgeräte) mit einem weiteren Anschluss verbunden werden, während der eigene Anschluss herausgeschaltet wird. Zusammengeschaltet wird direkt in der Vermittlungsstelle (extern), sodass anschließend kein B-Kanal mehr belegt ist.

Die erste Verbindung kann selbst hergestellt oder durch einen eingegangenen Anruf aufgebaut worden sein. Auch die zweite Verbindung kann durch Annehmen eines Anklopfenden hergestellt werden, oder mittels Rückfragen selbst aufgebaut werden. In letzterem Fall kann das Zusammenschalten auch schon während der Rufphase (evtl. nicht bei allen Anschlüssen möglich) vorgenommen werden, somit kann ein angenommener Anrufer direkt an einen anderen Anschluss weiterverbunden werden (Vermitteln). Auch eine bestehende Dreierkonferenz kann die Basis sein, aus der man dann selbst herausgeht.

Steuerung

Es sind gleichzeitig mehrere (voneinander unabhängige) Verbindungs-Paare möglich. Aktiviert werden kann das Zusammenschalten nur über das Funktionale Protokoll Dies & Das, d.h. das eigene Endgerät/Telefon muss dies als externe Funktion unterstützen und anbieten. Zum Aktivieren ist entweder eine für das Gerät individuell festgelegte Taste bzw. Tastenkombination zu drücken, oder über das Gerätemenü das im Display angebotene Verbinden/Vermitteln zu bestätigen.

Bei einigen (älteren) Geräten muss diese Funktion evtl. zuvor erst im Programmiermodus oder im Einricht-Menü ("zusätzliche Leistungen") aktiviert werden, damit die Funktion dann überhaupt möglich ist und angeboten wird. Die individuelle Bedienung dieses Leistungsmerkmals ist der Geräte-Anleitung zu entnehmen.

Anders als bei der verwandten externen Anrufweiterschaltung (diese ist im Prinzip ein automatisiertes Vermitteln), kann man hier die zusammengeschalteten Verbindungen auch wieder trennen (Auslösen).

Zusammenschalten von Verbindungen (ECT)
    Aktivieren   Auslösen   Prüfen
ISDN   (nicht mit Keypad mögl.)   # 96 #   *# 96 #
ISDN erweitert       *MSN   *MSN
 
ISDN erweitert   Gilt ohne Angabe nur für die abgehende MSN.

Das Auslösen (Deaktivieren) bereits zusammengeschalteter Verbindungen und das Prüfen (Status-Abfrage), ob mindestens eine Zusammenschaltung besteht, sind (nur) mittels Keypad-Code möglich (neuere Geräte bieten Auslösen evtl. auch direkt an). Auslösen und Prüfen beziehen sich immer auf alle derzeit zusammengeschalteten Verbindungen auf der entsprechenden MSN und auf alle Dienste (Basic Services).

Hinweise

Die Kosten für die beiden Einzel-Verbindungen werden (wie bei der AWS) weiterhin denen berechnet, die sie ursprünglich aufgebaut haben, also den jeweiligen Anrufern. Anders als bei der Dreierkonferenz, wird von der T-Com beim Verbindenden (Initiator) kein zusätzlicher Aufschlag erhoben. Schaltet man selbst zwei ankommende Anrufe zusammen, entstehen einem also keine Kosten.

Die Tarifinformation A (AOCD) kann während der Verbindung für die beim Kunden für die zusammengeschalteten Verbindungen aufkommenden Verbindungspreise nicht genutzt werden.

Da dieses Leistungsmerkmal erst mit vielen Jahren Verspätung (ursprünglich für 1995 geplant) und nachträglichen Änderungen eingeführt wurde, kann es bei älteren Geräten zu Problemen bzw. abweichender Funktionalität kommen.

5 b

Verbindung ohne Wahl

Kosten

T-Home

Nicht mehr neu beauftragbar ist dieses Leistungsmerkmal bei der Telekom seit dem 01.05.2002.

Bei der Telekom Anschlüsse war dieses Leistungsmerkmal zusätzlich buchbar für folgende Anschlussarten.

Das Merkmal ist seit dem 01.01.2004 nicht mehr verfügbar, berechnet wurden zuletzt monatlich 3,61 Euro.

Funktion

Die Verbindung ohne Wahl (Direktruf, Babyruf, Seniorenruf, Fixed Destination, Warm Line) ermöglicht die automatische Anwahl einer zuvor festgelegten Zielrufnummer nach Abnehmen des Hörers.

Steuerung

Mit dem Aktivieren wird auch die Rufnummer des gewünschten Ziels eingestellt.

Verbindung ohne Wahl
    Ein / Ändern   Aus   Prüfen
Analog   * 53 *Zielnummer #   # 53 #   *# 53 (*Zielnummer) #
 
    Zielnummer bei Ein immer eingeben, wird mit Aus gelöscht.
Ein überschreibt gespeicherte Zielnummer, falls bereits aktiv.
Prüfen, ob überhaupt (oder mit angegebener Zielnummer) aktiv.

Bei aktivierter Funktion wählt die Vermittlungsstelle immer ungefähr 5 Sekunden nach dem Abheben des Hörers die festgelegte Zielnummer an, wenn nicht selbst innerhalb dieser Zeit mit der Wahl einer Rufnummer begonnen wurde.

Hinweise

Auch wenn das Leistungsmerkmal nicht mehr als externe Funktion in der Vermittlungsstelle verfügbar ist, kann es weiterhin mit geeigneten Analog- und ISDN-Endgeräten bzw. Telefonen an allen Anschlüssen als interne Funktion genutzt werden. Dieses wird dann häufig als automatische Wahl unter dem Begriff Direktruf/Babyruf (z.B. im Notfall) als Sperrfunktion angeboten, bei der immer nur die im Gerät programmierte Rufnummer angewählt wird, während keine andere Wahl möglich ist (Bedienung siehe Geräte-Anleitung).

6

Kosten

6 a

Tarifinformation - Advice Of Charge (AOC) - Basis-Infos, Allgemeines zur Gebühren-Übermittlung

Mit dem Leistungsmerkmal Tarifinformation können von der Vermittlungsstelle bei abgehenden Verbindungen Angaben über die Kosten an den Anrufer übermittelt werden. Diese Gebühreninformationen sind eher als Orientierung zu sehen und sind nicht Grundlage für die Berechnung der Verbindungspreise, maßgeblich für die Rechnungslegung sind nur die beim Netzbetreiber erfassten Daten.

Folgende Varianten sind an Analog- bzw. ISDN-Anschlüssen möglich, angegeben ist auch die Bezeichnung des Leistungsmerkmals bei der T-Com:

Tarifinfo Variante T-Net T-ISDN Mehrgeräte T-ISDN Anlagen
während
der Verb.
AOCD Tarifinformation
erhältlich
Tarifinformation A
erhältlich
Tarifinformation A
inklusive
nach
der Verb.
AOCE nicht möglich Tarifinformation B
nicht mehr erhältlich
Tarifinformation B
erhältlich
vor
der Verb.
AOCS nicht möglich Tarifinformation (AOCS)
nicht mehr erhältlich
Tarifinformation (AOCS)
nicht mehr erhältlich
anfordern
fallweise
AOCR nicht möglich nicht erhältlich nicht erhältlich

Bei T-ISDN Mehrgeräteanschlüssen ist seit dem 01.03.2005 nur noch die Tarifinformation A (AOCD) für Neu-Anschlüsse erhältlich. Die Tarifinformation B (AOCE) ist noch bei alten T-ISDN Komfortanschlüssen und T-ISDN 100 inklusive, wird ansonsten für die anderen Anschluss-Varianten von der T-Com nicht mehr angeboten.

Bei Analog-Anschlüssen ist nur die Tarifinformation während der Verbindung möglich, bei der in entsprechenden Zeitabständen Gebührenimpulse in Form von sehr hohen Pieptönen (16 kHz) direkt auf der Leitung übermittelt werden. Diese Zählimpulse werden als akustisches Signal direkt in die bestehende Verbindung eingespielt und können beim Fax-/Modem-Betrieb die Übertragung stören. Zur Dämpfung der 16 kHz-Frequenz können spezielle Filter (Bandsperre) vor überempfindliche Geräte gesetzt werden.

Bei ISDN werden die verbindungsbezogenen Entgeltinformationen digital über den D-Kanal gemeldet und von den ISDN-Endgeräten ausgewertet. Falls eine ISDN-TK-Anlage diese Einheiten auch an angeschlossene Analog-Geräte zur dortigen Anzeige weiter geben soll, muss bei ISDN die Tarifinformation AOCD gebucht werden. Hier kann dann während der Verbindung eine geeignete Anlage die eintreffenden Einheiten regelmäßig in Gebührenimpulse umwandeln und an die Analog-Geräte weiter reichen (mit geeigneten ISDN-Anlagen kann hierfür evtl. auch die Tarifinformation AOCS genutzt werden). Die in der Vermittlungsstelle eingestellte AOC-Variante gilt bei T-ISDN immer einheitlich für den gesamten Anschluss und ist nicht einzelnen MSN unterschiedlich zuteilbar.

Bei der Tarifinformation A bzw. B werden immer einzelne bzw. die Anzahl der angefallenen Einheiten übermittelt. Falls eine grundlegende Endgeräte-Einstellung notwendig ist, muss diese bei T-Com-Anschlüssen "Einheiten vom Amt" lauten, da die Vermittlungsstelle ausschließlich Einheiten übermittelt (und keine Euro-Beträge). Jede Tarifeinheit entspricht einem vom eigenen Anschluss-Betreiber festgelegten Betrag, dem sogenannten Faktor. Jedesmal bei erneutem Erreichen dieses Faktors wird eine Einheit übermittelt, z.B. alle 30 Sekunden bei einem Minutenpreis von 0,12 Euro (Faktor 0,06 Euro). Oder es wird dem Gesamtpreis entsprechend am Verbindungsende als Summe die Anzahl der Einheiten übermittelt, im Beispiel dann 4 Einheiten nach einem 2-Minuten-Gespräch.

Prinzipiell ist bei ISDN statt der Tarifeinheiten auch eine direkte Übermittlung der Kosten als Währungsbeträge ("EUR") während bzw. am Ende der Verbindung vorgesehen ("Kosten vom Amt"), dies wird aber bisher von der T-Com nicht angeboten.

Eine Umrechnung in Euro-Beträge muss vom eigenen Endgerät vorgenommen werden. Der anzugebene Faktor liegt beim Standardtarif der T-Com im Allgemeinen bei 0,06 Euro je Einheit. Am Gerät kann häufig eingestellt werden, ob einfach nur die Anzahl der übermittelten Einheiten oder der mit dem Faktor multiplizierte Betrag angezeigt wird (Umstellung z.B. von "Entgeltanzeige = Einheiten" zu "Entgeltanzeige = Betrag"). Abweichende Minutenpreise bei Spezialtarifen oder bestimmten Zielen werden bei der T-Com üblicherweise erst bei Erstellung der Rechnung berücksichtigt, sodass hier falsche Tarifinformationen übermittelt werden (dem Standardtarif entsprechende).

Bei Nutzung anderer Verbindungs-Netzbetreiber (VNB) mittels Call-by-Call bzw. Pre-Selection (und bei bestimmten Sondernummern) werden die von dort gesendeten Preisangaben (Charginginformationen) durch die Vermittlungsstelle entsprechend in Einheiten umgesetzt. Sendet der VNB keine Preisangaben, so wird von der T-Com die gewünschte Verbindung nicht hergestellt, wenn beim Anrufer das Leistungsmerkmal Tarifinformation bereitgestellt ist. Damit sie bei der Vor-Wahl trotzdem benutzt werden können, senden einige Anbieter "leere" oder nur ungenaue Angaben, was dann eine falsche Anzeige der Kosten zur Folge hat, aber nicht Grundlage für die spätere Abrechnung ist.

Vorwahlen ← Weitere Infos zur Netzbetreiber-Auswahl (Carrier Selection) und zum Online-/Offline-Billing

6 b

Tarifinformation während (A) - Advice Of Charge During and at end of call (AOCD)

Basis-Infos ↑ Tarifinformation

Mit der Tarifinformation AOCD werden die einzelnen Einheiten während der Verbindung fortlaufend übermittelt.

Durch die Übermittlung der Tarifinfos während einer bestehenden Verbindung zeigen die Telefone häufig nur noch die Gebühren an, eine evtl. sonst übliche Anzeige der Gesprächsdauer ist dann meistens nicht mehr möglich. Bei ISDN kann die fortlaufende Minutenangabe durch die Variante AOCE mit der nur einmaligen Übermittlung am Verbindungsende erhalten werden.

Bei ISDN werden üblicherweise alle 5 Sekunden die hier jeweils angefallenen Tarifeinheiten und zusätzlich nach Beendigung der Verbindung die Summe der insgesamt angefallenen Einheiten übertragen. Die Variante AOCD ist erforderlich, wenn eine ISDN-TK-Anlage die während der Verbindung erhaltenen Einheiten fortlaufend an angeschlossene Analog-Geräte weiter geben soll.

Das Leistungsmerkmal heißt bei T-Net nur "Tarifinformation", bei T-ISDN wird es mit "Tarifinformation A" bezeichnet.

6 c

Tarifinformation nach (B) - Advice Of Charge at End of call (AOCE)

Basis-Infos ↑ Tarifinformation

Bei der Tarifinformation AOCE wird jeweils nur einmal am Ende der Verbindung die Summe der hier aufgelaufenen Einheiten übermittelt.

Diese Variante ist nicht bei Analog-Anschlüssen möglich.

Das Leistungsmerkmal heißt bei T-ISDN "Tarifinformation B", es ist seit dem 01.03.2005 bei der T-Com nicht mehr neu erhältlich.

6 d

Tarifinformation vor - Advice Of Charge at call Setup time (AOCS)

Basis-Infos ↑ Tarifinformation

Die Tarifinformation AOCS übermittelt bereits vor der Verbindung beim Verbindungsaufbau (in der Rufphase) oder mit Verbindungsbeginn den zum gewünschten Ziel geltenden Preis in Euro und die Zeiteinheit in Sekunden, bzw. den evtl. für die Verbindung geltenden Festpreis. Auch Tarifänderungen während der bestehenden Verbindung werden gemeldet.

Diese Variante wird nicht von allen Endgeräten bzw. Telefonen unterstützt.

Diese Variante ist nicht bei Analog-Anschlüssen möglich.

Das Leistungsmerkmal heißt bei T-ISDN nur "Tarifinformation (AOCS)", es ist seit dem 01.03.2005 bei der T-Com nicht mehr neu erhältlich.

6 e

Tarifinformation anfordern - Advice Of Charge on user Request (AOCR)

Basis-Infos ↑ Tarifinformation

Mit der zusätzlich möglichen Tarifinformation bei Abruf können die bis zum Abrufzeitpunkt aufgelaufenen Entgelte der bestehenden Verbindung auf Wunsch fallweise angefordert werden.

Diese Variante ist nicht bei Analog-Anschlüssen möglich.

Das Leistungsmerkmal ist bei der T-Com nicht erhältlich.

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